Langzeitparkern bei der Volksbank in Selm drohen nun Verwarnungsgelder

dzParkplatzkontrolle

Auf den Parkplätzen der Volksbank in Bork und an der Kreisstraße Selm darf nur noch mit Parkscheibe geparkt werden - kontrolliert werden die Parkplätze von der Stadt.

Selm

, 24.06.2020, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schilder weisen seit der vergangenen Woche darauf hin, dass das uneingeschränkte Parken auf den Parkplätzen der Volksbank in Selm an der Kreisstraße und in Bork am Parkplatz an der Alten Synagoge nun sein Ende hat. Wer Parken möchte kann das immer noch tun und das auch weiterhin kostenlos - sollte aber eine Parkscheibe dabei haben und sich darauf einstellen, dass er nach spätestens zwei Stunden wieder fahren muss.

„Wir wollten eine einfache und faire Lösung“, erklärt Thomas Krotki aus dem Vorstand der Volksbank Selm-Bork. Zwei Stunden parken und an die Parkscheibe denken, das müsste eigentlich gut machbar sein, so Krotiki.

Problem mit Langzeit-Parkern

Sein Vorstands-Kollege Martin Potschadel erläutert die Gründe, warum überhaupt Parkscheiben nötig werden. „Wenn Kunden kommen, sollen sie auch einen Parkplatz vorfinden“, so Potschadel. Gerade in der Corona-Krise habe sich aber gezeigt, dass sich mitunter nur wenige Kunden in der Volksbank aufhielten, dennoch aber alle Parkplätze belegt waren. Das treffe auf beide Parkplätze, sowohl in Selm, als auch in Bork zu, besonders wenn Markt sei.

Die Lösung nun: Parken ist montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr für maximal zwei Stunden erlaubt. Dazu muss eine Parkscheibe ins Auto gelegt werden. Das gilt bereits ab sofort, wie die Stadt am Montag, 22. Juni, mitgeteilt hat. „Für eine Übergangszeit werden Hinweiszettel mit der neuen Regel verteilt“, so die Stadt dazu. Ab kommender Woche werden bei Verstößen allerdings Verwarnungsgelder ausgesprochen. Kontrollieren wird dies das Ordnungsamt der Stadt Selm.

Warum eigentlich die Stadt? „Wir haben uns mit mehreren Varianten beschäftigt“, erklärt Martin Potschadel von der Volksbank. Auch die Idee, eine externe Firma mit der Kontrolle zu beauftragen, sei geprüft worden. Die Umsetzung sei aber ziemlich kompliziert gewesen, also habe man bei der Stadt angefragt, ob diese sich die Kontrolle vorstellen könnte, so Potschadel.

Stadt kontrolliert dann insgesamt drei private Parkplätze

Es ist nicht der erste Parkplatz einer privaten Firma, den die Stadt kontrolliert. Mit den beiden Volksbank-Parkplätzen wären es drei. Die Stadt kontrolliert zudem auch auf dem Edeka Parkplatz an der Botzlarstraße, wie Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage mitteilt.

Und was sind die Kriterien dafür, dass die Stadt sich entscheidet, auch auf einem privaten Parkplatz zu kontrollieren? „Ein Kriterium ist, dass für eine Übernahme der Kontrolle der Parkraum der Allgemeinheit zur Verfügung steht“, erklärt Malte Woesmann. Daher verlange die Stadt auch keine Gebühren von der Volksbank für die Kontrollen. Die Bußgelder, die die Stadt eventuell einnehme, landeten bei der Stadt, so Potschadel im Gespräch mit der Redaktion.

Selm ist übrigens auch nicht die einzige Stadt, die so verfährt. Ein ähnliches Vorgehen gibt es zum Beispiel bei der Stadt Herne, die mehrere Parkplätze von Super- und Drogeriemärkten durch städtische Mitarbeiter überwachen lässt. Die Leiterin der Ordnungsdienste verwies hier ebenfalls auf das öffentliche Interesse als Grundvoraussetzung.

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