Staatsanwältin über tote Selmerin: „Obduktion wird Gewalteinwirkung bestätigen“

dzErmittlungen

Eine 54-jährige Selmerin ist am Freitagmorgen tot in ihrer Garage gefunden worden. Verdächtigt wird ihr Ehemann. Die Staatsanwältin fasst am späten Freitagnachmittag die Ergebnisse zusammen.

Selm

, 07.02.2020, 18:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Einfamilienhaus in der Eichenstraße in Beifang. Hier hat die Polizei am Freitag (7. Februar) eine 54-jährige Frau tot in ihrer Garage am Ende des Grundstücks gefunden. Verdächtigt, die Tat begangen zu haben, wird ihr Ehemann.

Die Obduktion war am späten Freitagnachmittag noch nicht abgeschlossen, wie Staatsanwältin Sandra Lücke auf Anfrage der Redaktion sagt. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Samstag dazu eine Mitteilung verfassen. „Ich kann aber jetzt schon sagen, dass die Obduktion die Gewalteinwirkung bestätigt“, nimmt Lücke das Ergebnis vorweg.

Schon in ihrer Mitteilung vom Mittag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft davon gesprochen, dass die Verletzungen der Frau auf ein „Gewaltverbrechen“ hinweisen. Genaue Details zu den Verletzungen wollte Lücke aber nicht nennen.

Sohn alarmierte die Polizei

Der Sohn der 54-Jährigen habe am Freitagmorgen die Polizei verständigt, erklärt Lücke. Auch er wohnt in dem Haus in der Eichenstraße, dessen Garage über einen Garten zugänglich ist. Der Sohn habe sich Sorgen gemacht, weil seine Mutter nicht zur Arbeit erschienen war. Sie hatte eine frühe Schicht. Um 5.30 Uhr alarmierte der Sohn die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt sei die Frau bereits tot gewesen. Die Polizei habe die 54-Jährige laut Bericht der „Bild“ blutend vorgefunden. Der Notarzt habe dann nur noch den Tod der Frau feststellen können.

In der Garage befand sich beim Eintreffen der Polizei auch ihr 56-jähriger Ehemann. Auch er sei verletzt gewesen, hatte aber nur oberflächliche Verletzungen, wie die Staatsanwältin sagt.

Selmer soll am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden

Der Mann war am Freitag vorläufig festgenommen und zunächst wegen seiner Verletzungen im Krankenhaus behandelt worden. Er wurde am Freitag bereits vernommen. Ein mögliches Motiv sind Familienstreitigkeiten. Dass es die gegeben haben soll, hatte die Staatsanwältin bereits am Nachmittag gesagt, eine Trennung habe im Raum gestanden, erklärte sie.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen eines Tötungsdeliktes. Der Selmer soll am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

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