Spielplätze in Selm: Stadt setzt auf punktuelle Highlights

Spielplatzkonzept

Die Stadt Selm hat insgesamt 44 Spielplätze. An manchen Stellen drubbeln sie sich, an anderen sind sie quasi Alleinstellungsmerkmal. Das führt zu einer besonderen Politik der Stadt Selm.

Selm, Bork, Cappenberg

, 04.06.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unter den 44 Spielplätzen auf Selmer Gebiet gibt es Highlights. Der neue Spielplatz im Auenpark gehört dazu.

Unter den 44 Spielplätzen auf Selmer Gebiet gibt es Highlights. Der neue Spielplatz im Auenpark gehört dazu. © Günther Goldstein

Wie sieht eigentlich der aktuelle Sachstand zur Spielplatzsituation aus? Welcher Spielplatz wird wann fertig? Welcher wird erneuert, welcher entfernt? Antworten gibt das Spielplatzkonzept. Die Verwaltung hat eine Bestandsaufnahme gemacht. Ergebnis: „Man kann erkennen, dass sich auf den allermeisten Spielplätzen etwas getan hat, dass wir Spielgeräte teilweise ersetzt, teilweise neu aufgestellt haben“, sagt Beigeordnete Sylvia Engemann im Gespräch mit der Redaktion. „Unser Konzept geht dahin, dass wir nicht mehr auf allen Plätzen gleichermaßen investieren wollen. Wir wollen an bestimmten Punkten bewusst mehr machen.“

Der Spielplatz an der Römerstraße - aufwendig saniert und attraktiviert - gehört zu den Highlight-Spielplätzen im Selmer Stadtgebiet.

Der Spielplatz an der Römerstraße - aufwendig saniert und attraktiviert - gehört zu den Highlight-Spielplätzen im Selmer Stadtgebiet. © Arndt Brede (Archiv)

Bewusst mehr? Es werde bestimmte Highlight-Spielplätze dort geben, wo nicht viele sind. Etwa an der Römerstraße. Wo es mehrere Spielplätze gebe, etwa im Rauhen Busch in Bork, gehe es um Bestandspflege der soliden Basisspielplätze, die dann eben keine nennenswerten großen Attraktionen aufweisen.

Eröffnung Ende Juni/Anfang Juli

Einer der Highlight-Spielplätze wird sicher der Spielplatz im Auenpark. Noch steht ein Bauzaun drumherum. „Das Ganze ist ja noch eine Baustelle“, sagt die Beigeordnete. Die gute Nachricht für alle Kinder: „Nach Abschluss der Bauarbeiten ist die Abnahme und Inbetriebnahme etwa Ende Juni / Anfang Juli 2020 zu erwarten.“ So formuliert es die Stadtverwaltung.

Warum dieser Spielplatz ein Highlight im Gesamtkonzept der Stadt für die Spielplätze ist, ist allein schon aus den Kosten abzulesen, die die Verwaltung veröffentlicht hat: Wasserspielanlage: rund 40.000 Euro; Himmelschaukeln: rund 20.000 Euro; großer Spielplatz nebst Geräten: rund 360.000 Euro; Aufstieg und Bewegungsgeräte: rund 60.000 Euro. Diese Kosten umfassen, wie alle Kosten, die die Stadt in punkto Spielplätze veröffentlicht, sowohl die Beschaffung der Spielgeräte, als auch Erdarbeiten, Fallschutz, Personalkosten der Montage.

Noch ist der Spielplatz im Auenpark nicht freigegeben. Das soll sich bald ändern.

Noch ist der Spielplatz im Auenpark nicht freigegeben. Das soll sich bald ändern. © Günther Goldstein

Der Neubau von Spielplätzen ist immer so etwas wie die Kür in einem Gesamtkonzept. Zur Pflicht gehören Bestandspflege und Attraktivierung. Im Wege der Instandhaltung wird im zweiten Halbjahr 2020 die Multisportanlage der Sekundarschule ersetzt. Das teilt die Verwaltung mit. In den durch die Stadtwerke Selm kalkulierten Kosten von aktuell rund 70.000 Euro seien unter anderem der Austausch der Tore (Basketball), die Aufarbeitung der Tore (Fußball), des Bodenbelags, die Untergrundarbeiten und die Demontage sowie Montage enthalten.

Für den Spielplatz im Nierfeld werden für die Herrichtung einer Kletteranlage circa 30.000 Euro vorgesehen. Für die Herrichtung eines Karussells, einer Balancierbrücke und eines Wipptiers auf dem Spielplatz Schulstraße werden circa 14.000 Euro aus dem Haushalt bereitgestellt. In die Herrichtung einer Wippe auf dem Spielplatz werden rund 4.200 Euro investiert.

Weitere Projekte: Äckernschule, Teilstandort Cappenberg: Ersatz des Viereckspielgerätes für 13.150,71 Euro: Rückbau Spielplatz Elbinger Straße; Rückbau Spielplatz Am Stierksken.

Defekte Zaunanlagen ersetzen

Zu den Aufgaben einer Kommune gehört auch, sich um den Zustand der Bereiche zu kümmern, die nicht direkt zur Spielfläche gehören: Zäune. Im Laufe des Jahres 2020 bis ins Jahr 2021 werden an verschiedenen Spiel- und Bolzplätzen schadhafte Zaunanlagen demontiert und bei Bedarf ersetzt. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf etwa 30.000 Euro (Material und Personaleinsatzkosten). Ein Punkt, zu dem Beigeordnete Sylvia Engemann sagt: „Das macht mich immer ein bisschen traurig. Ich würde das Geld lieber in Spielgeräte investieren.“ Aber intakte Zaunanlagen seien notwendig.

In der Planung für das Jahr 2021 steht die Pausenfläche der Ludgerischule auf der Agenda. Die bereits 2019 demontierte Rutsche und Turnstangen sollen in 2021 neu beschafft werden. Ein entsprechender Kostenrahmen liegt bei etwa 7.500 Euro brutto.

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