Sirenenalarm in Selm: Rauchmelder in Mülltonne löst Großeinsatz der Selmer Feuerwehr aus

Feuerwehreinsatz

Zwei Löschzüge mit sechs Fahrzeugen und ein Krankenwagen eilten am Donnerstagmorgen, 25. April, durch Sirenen alarmiert, Richtung Ernst-Kraft-Straße. Der Grund war ein piepender Rauchmelder.

Selm

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Sirenenalarm in Selm: Rauchmelder in Mülltonne löst Großeinsatz der Selmer Feuerwehr aus

Die Feuerwehr konnte schnell wieder abrücken. © Wilco Ruhland

Ein lautes Heulen war am Donnerstagmorgen, 25. April, gegen Viertel nach zehn in Selm zu hören. Kurz darauf abgelöst von vielen Sirenen ausrückender Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Krankenwagen. Das verhieß nichts gutes.

Der Grund war ein groß angelegter Einsatz in der Ernst-Kraft-Straße. Der Grund dafür, dass in der verkehrsberuhigten Straße in Selm große laute Fahrzeuge anrückten, war allerdings ein Fehlalarm.

Rauchmelder löste in der Mülltonne aus

„Nach unserer Erkenntnis wird in dem Haus gerade renoviert und der Rauchwarnmelder wurde in die Mülltonne geworfen. Daraufhin löste er aus“, erklärt Stadtbrandinspektor Thomas Isermann auf Anfrage der Redaktion. Isermann spricht von einer „Fehlauslösung.“ Der Grund, warum die Alarmsirenen im Stadtgebiet erschallten ist der, „dass man bei einem ausgelösten Rauchwarnmelder davon ausgehen muss, dass Menschenleben in Gefahr sind“, sagt Isermann.

Jetzt lesen

Einen piependen Rauchmelder klassifizieren die Selmer Feuerwehr-Kameraden als sogenanntes „Feuer drei“. Im Selmer Stadtgebiet habe die Feuerwehr es so geregelt, dass ab dieser Kategorie zwei Löschzüge alarmiert werden und zumindest tagsüber die Sirenen auslösen, „um eine höhere Alarmbereitschaft zu garantieren“, sagt Thomas Isermann. „Trotz Funkmeldeempfängern und Handys ist nicht immer gewährleistet, dass es jeder der Kameraden mitbekommt.“ Er selbst kenne das nur zu gut, da er sich als beruflicher Schornsteinfeger häufig in Kellern aufhalte.

Feuerwehralarm funktioniert ohne Entwarnung

Der Alarmton der am Donnerstagmorgen ertönte war der schon seit Jahrzehnten genutzte Alarmierungston für die Feuerwehr und nicht für die Bevölkerung. Das seien verschiedene Töne. Bei dem Signal für die Feuerwehr erklingt ein Dauerton mit Unterbrechungen. Die Bevölkerungsalarmierung funktioniert mit Warnung (auf- und abschwellender Dauerton) und Entwarnung (einminütiger Dauerton). Eine Entwarnung gibt es bei dem Feuerwehralarm nicht. Das Land NRW bietet auf seiner Homepage Hörproben zu den Alarmen an.

„Deswegen gibt es auch diese Probealarme, wie die Warntage – um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Das ist wichtig“, sagt Isermann.

Jetzt lesen

Tipps zur Entsorgung von Rauchmeldern

Bei der Entsorgung eines Rauchmelders, rät Isermann zum Recyclinghof. Es gibt zwei Arten: einen mit normaler Batterie und einen mit Zehn-Jahres-Batterie. „Die normalen Batterien kann man herausnehmen und entsorgen. Bei den Zehn-Jahres-Batterien würde ich das ganze Gerät zum Recyclinghof bringen“, rät er.

Im Einsatz an der Ernst-Kraft-Straße waren etwa 25 Kameraden der Löschzüge Selm und Bork, sechs Feuerwehrfahrzeuge und ein Notarzt, der eine automatische Alarmierung erhält, wenn von Personenschaden auszugehen ist.

Lesen Sie jetzt