Selmer verbringt ein Jahr in der "Oase des Friedens" in Israel

SELM Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren mittlerweile viele junge Leute. Gerne auch mal im Ausland. Aber Israel ist da nicht unbedingt die erste Wahl. Für Sebastian Althoff allerdings schon, er liebt das Ungewöhnliche und hat sich im Nahen Osten ein ganz besonderes Projekt ausgesucht.

von Von Daniel Maiß

, 24.07.2008, 12:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dort wird der Selmer in der Schule arbeiten. „Ich übernehme Hausmeister-Tätigkeiten“, erklärt der 19-Jährige. Dabei soll es aber nicht bleiben. „Ich möchte ganz viel sehen. Und auch politisch aktiv werden“. Was das bedeutet? Althoff möchte vor Ort an Demonstrationen teilnehmen. „Pro-Palästina“ beschreibt er seine politische Einstellung. Aber auch das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen vor Ort fasziniert ihn. Das Tote Meer, Jerusalem, Tel Aviv aber auch Jordanien und Ägypten stehen auf seinem Ausflugs-Programm.

Erst am Samstag bekam er die Zusage. Ursprünglich wollte der 19-Jährige, der gerade sein Abitur am Gymnasium Selm erfolgreich hinter sich gebracht hat, in den Libanon. „Das gesamte Krisen-Gebiet hat mich immer gereizt“, erklärt der Selmer. Aber was sagen seine Eltern? „Meine Mutter hätte es lieber gesehen, wenn ich im Altenheim St. Josef meinen Zivildienst geleistet hätte“. Dennoch würden seine Eltern ihn nach Leibeskräften unterstützen.

Für den Aufenthalt in Israel benötigt Althoff noch ein wenig Geld. Knapp 4 000 Euro gilt es zusammen zu bekommen. „Dafür muss ich einen Spenderkreis aufbauen, der mich unterstützt“, so der 19-Jährige. Freunde, Bekannte und Verwandte sind da gefordert. Auslandserfahrungen Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Althoff das traute Heim länger verlässt. In der elften Klasse ging es für elf Monate in die USA. In Waupun (Wisconsin) besuchte er die Schule.

„Als ich zurück kam, wusste ich, dass das nicht mein letzter Aufenthalt im Ausland war“, erinnert sich der Selmer. Ungewöhnliches habe ihn schon immer gereizt. So absolvierte er im vergangenen Oktober den Köln-Marathon. Und hat auch nach Israel noch einiges vor. „Ich würde gern die Welt umsegeln, oder quer durch Südamerika reisen“, blickt Althoff in die Zukunft. Für einen Studienplatz hat er sich auch schon beworben. In Bayreuth gibt es den kombinierten Studiengang Philosophie/Ökonomie. Wenn das nicht klappt? „Dann studier´ ich in Tübingen. VWL – mit Schwerpunkt Persisch.“ Althoff liebt halt das Ungewöhnliche.    Wer Sebastian Althoff unterstützen möchte, kann sich direkt an ihn unter Tel. (0 25 92) 2 13 99 wenden. Infos zu diesem speziellen FSJ gibt es auch im Internet: 

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