Selmer Kleiderkammer ärgert sich über Sperrmüll

Immer wieder Vorfälle

Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Selm ärgert sich über Sperrmüll: Immer wieder laden Menschen auf dem Hof des Vereinsheims alte Gegenstände ab. Zuletzt stand dort ein ramponierter Kratzbaum für Katzen. Für die ehrenamtlichen Helfer wird durch solche ungebetenen Spenden der Alltag massiv erschwert.

SELM

, 05.08.2017, 09:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Selmer Kleiderkammer ärgert sich über Sperrmüll

Ludger Westrup, Leiter des Roten Kreuzes in Selm, ärgert sich über Sperrmüll, der einfach vor der Kleiderkammer des Roten Kreuzes abgeladen wurde.

Als Ludger Westrup Anfang vergangener Woche auf den Hof des Vereinsheims des Roten Kreuzes (DRK) kommt, fällt sein Blick auf einen ziemlich ramponierten Katzen-Kratzbaum. Es ist nicht das erste Mal, dass der Leiter des Selmer DRKs Sperrmüll im Hof vorfindet. Für die ehrenamtlichen Helfer bedeutet das Ärger und Aufwand.

So aufwändig ist die Entsorgung:

Eigentlich nimmt die Kleiderkammer des DRKs nur gut erhaltene Kleidung an. Auch zwei Rollatoren haben die Helfer gerade auf Lager. Und einen Kinderwagen, aber schon der sei schwer zu vermitteln, erzählt Westrup. In diesem Jahr standen aber bereits vier Mal andere Dinge im Hof: Teile eines Schrankes, Stühle, ein ganzes Sofa, sogar ein Kanister Altöl und zuletzt der Kratzbaum. „Für uns ist das unnötige Arbeit“, beklagt sich Ludger Westrup. Denn die DRK-Helfer müssen den Sperrmüll entsorgen. Lagern können sie die Gegenstände nicht. Auch nicht, wenn sie noch nutzbar wären. Aber darum scheint es den Ablieferern auch gar nicht zu gehen. Das Sofa etwa stand im strömenden Regen, erzählt Westrup. „Die verwechseln uns hier mit dem Wertstoffhof.“ Dorthin haben die Helfer den Sperrmüll dann mit einem Anhänger gebracht.

Bisher wurde auf Anzeigen verzichtet

Den Absender zu ermitteln, da rechnet sich Westrup keine guten Chancen aus. Deshalb hat das DRK auch noch keine Anzeige erstellt. So bleibt der Ärger. Denn die Abgabe beim Wertstoffhof wäre kostenlos. „Das ist nur Bequemlichkeit“, vermutet Westrup. Bei der Stadt kennt man das Problem des Roten Kreuzes. Im Stadtgebiet habe es dagegen in der letzten Zeit keine Probleme mit größeren wilden Müllkippen gegeben, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann. Das DRK will jetzt gut sichtbar Schilder aufhängen, die darum bitten, keinen Sperrmüll abzuladen. Ludger Westrup hofft, dass die Leute das auch lesen. Denn ein riesiges Schild hängt bereits an der Garage. Es hat einen Mann vor einiger Zeit nicht davon abgehalten, das Einsatzfahrzeug zuzuparken.  

Die Kleiderkammer des DRK hat im August Sommerpause. Danach nimmt sie dienstags von 9 bis 11 Uhr und donnerstags ab 20 Uhr Kleiderspenden an. Nicht gesammelt werden Lumpen, Decken und Möbel.

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