Selmer Demonstranten fordern: In Coronakrise Umwelt nicht vergessen

dzAktion

Hier ein schnell beschriftetes Pappschild, dort ein aufwendig gestaltetes Plakat: Knapp 20 Bürger haben am frühen Freitagnachmittag für mehr Umweltschutz geworben - keine leichte Sache.

Selm

, 24.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Corona-Pandemie überdeckt momentan fast alle Themen. Auch der Umweltschutz, der noch vor wenigen Monaten als wichtige Sache eingestuft wurde, ist deutlich in den Hintergrund geraten. Doch Wilhelm Gryzcan-Wiese, Sprecher des Klimatreffs Selm, setzt Akzente.

Zusammen mit einigen weiteren engagierten Bürgern warb er am Freitag (24. April) für den Umweltschutz. Zum intensiven Meinungsaustausch mit anderen Bürgern kam es dabei kaum. Einige wenige Menschen saßen auf den Bänken und beobachteten die Szenerie.

Demonstranten achten auf die Abstandsregeln

Andere schauten im Vorbeigehen kurz hin, bleiben vielleicht kurz stehen, um dann direkt ihren Weg fortzusetzen. Die Coronakrise und das erlassene Abstandsgebot zeigen Wirkung. Die Menschen achten darauf, anderen Personen nicht zu nahe zu kommen. Das galt auch für die Demonstranten.

Sie hatten auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Bürgerhaus Punkte und Linien aufgemalt, um selbst trotz Mundschutz einen Zwei-Meter-Abstand einzuhalten. Doch in der Sache selbst sind sie standhaft.

Wilhelm Gryczan-Wiese hatte die Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz organisiert.

Wilhelm Gryczan-Wiese hatte die Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz organisiert. © Thomas Aschwer

„Wir müssen den Ländern jetzt zeigen, dass es nicht um ein entweder Corona oder Klima geht“, so die Forderung auf einem Plakat.

Deshalb planen die engagierten Umweltschützer in den nächsten Wochen und Monaten auch weitere öffentliche Aktionen.

Lesen Sie jetzt