An den weiterführenden Schulen Selms haben die Selbsttests der Schüler (Symbolbild) begonnen. So sieht das Ergebnis eines negativen Tests aus. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Schüler-Selbsttests

Selbsttests an weiterführenden Schulen Selms laufen – aber nicht für alle

Es hat sich zeitlich hingezogen, bis die Corona-Selbsttests für Schüler alle weiterführenden Schulen Selms erreicht haben. Genau dieser Zeitfaktor hat aber teilweise erhebliche Konsequenzen.

An der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule konnte die erste Hälfte der Schüler, die im Präsenz-Unterricht lernen, bereits am Freitag, 19. März, ihre Schnelltests durchführen. „Die Selbsttests sind bereits am Mittwoch zuvor geliefert worden“, sagt Schulleiterin Karin Vogel.

Die zweite Hälfte der Schüler sei nun also am Mittwoch, 24. März, mit den Corona-Selbsttests dran. Die Lehrkräfte seien darauf vorbereitet, die Schüler anzuleiten, die Selbsttests durchzuführen.

Hat es denn positive Schnelltests gegeben? In einem Fall sei das Ergebnis nicht ganz eindeutig gewesen, so dass sich ein zweiter Selbsttest habe anschließen müssen, erklärt Karin Vogel. „Der zweite Test war dann negativ, wir haben aber trotzdem die Eltern informiert.“ So dass dann vorsichtshalber ein PCR-Test beim Hausarzt habe anberaumt werden können.

Es war eine Herausforderung

Die Organisation der Testaktion habe gut geklappt: „Wir hatten das so gut vorbereitet, dass alles für jede Klasse abgezählt bereit lag und die Kollegen sich die Materialien holen konnten.“ Mit den beiden Selbsttest-Tagen habe die Sekundarschule die Vorgaben erfüllt. „Es war aber eine Herausforderung“, sagt die Schulleiterin.

Die Organisation von Corona-Tests umfasst auch die Lehrer, die berechtigt sind, sich testen zu lassen. „Unsere Kollegen werden am Donnerstag einen Schnelltest durch eine ärztliche Praxis machen können.“ Sie sei dankbar, dass die Praxis das an der Schule mache.

An der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule sind die Selbsttests also bereits voll im Gange. Wie sieht es am Städtischen Gymnasium Selm aus? „Die Tests sind heute morgen um kurz nach 9 Uhr bei uns in der Schule angekommen“, sagt Schulleiter Ulrich Walter am Montagvormittag, 22. März, auf Anfrage der Redaktion. „Wir hatten eine Woche darauf gewartet. Ich habe die geplante Abwicklung in der vergangenen Woche immer wieder verschieben müssen.“

Gymnasium startet am Dienstag

Wann können sich die Schüler denn nun selbst testen? „Wir starten am Dienstagmorgen“, lautet die Antwort des Schulleiters. Die 650 gelieferten Tests werden laut Schulleiter für die Schüler ausreichen. Auf der Schul-Homepage steht: „Die Lehrerinnen und Lehrer beaufsichtigen die lerngruppenbezogenen Selbsttestungen und wirken dabei auf die Einhalten der Hygienebestimmungen hin.“ So nehmen die Schüler ihren Mund-Nase-Schutz nur für den kurzen Moment des Selbsttests ab, sagt Ulrich Walter. „Außerdem wird für eine deutliche Durchlüftung des Raums gesorgt.“

Ihr Ergebnis können die Schüler dann direkt eine Viertelstunde bis halbe Stunde nach dem Test ablesen. Ist das Ergebnis negativ, ist alles gut. Und wenn es negativ ist? „Dann werden die betreffenden Schüler von einer pädagogischen Kraft beaufsichtigt“, sagt Ulrich Walter. Und zwar auf dem Schulhof der Erprobungsstufe. „Sofern es nicht regnet.“ Die Lehrer informieren umgehend das Sekretariat über Anzahl und Namen der positiv getesteten Schüler. Das Sekretariat wiederum informiert die Eltern der betroffenen Schüler, damit sie abgeholt werden können.

PCR-Test beim Hausarzt

Alle Eltern seien informiert, dass sie sich im Falle eines positiven Selbsttests unmittelbar um einen PCR-Test beim Hausarzt kümmern müssen, um überprüfen zu lassen, ob das Selbsttestergebnis richtig oder falsch ist.

Ist das PCR-Testergebnis ebenfalls positiv, könne das Gesundheitsamt eine Quarantäne auch für die Schüler verfügen, die mit dem betreffenden Schüler in Kontakt waren.

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So werden in dieser Woche an jedem Tag die Schüler aller Jahrgänge mit Selbsttests beschäftigt sein. Sind denn damit alle Selmer Gymnasiasten mit Selbsttests versorgt? Nein, nicht alle. Weil die Selbsttests eben erst am Montag geliefert wurden, habe es die Schule nicht regeln können, dass einige Schüler sich auch noch direkt am Montag haben testen können. „Es handelt sich um drei Klassen in der Jahrgangsstufe 9, und davon die Hälfte, also maximal 45 Schüler“, listet Ulrich Walter auf. „Die fallen durchs Raster, weil sie in dieser Woche nicht mehr in der Schule sind.“

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Arndt Brede
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