Schulung für Senioren: Gaby Freudenreich gibt Tipps, um das Busfahren einfacher zu machen

Busschulung

Die VKU lud Senioren zu einer Schulung rund um das Thema Busfahren ein. Dort wurden viele nützliche Hinweise und ein kostenloser Service, den kaum einer kennt, vorgestellt.

Selm

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Schulung für Senioren: Gaby Freudenreich gibt Tipps, um das Busfahren einfacher zu machen

Mit einem Rollator in den Bus einsteigen kann schnell zum Problem werden. © Pascal Albert

Welchen Bus muss ich nehmen? Wann kommt er und welches Ticket ist überhaupt das Richtige für mich? Busfahren kann schnell kompliziert werden. Daher lud die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) am vergangenen Mittwoch Interessierte ein, an einer Busschulung für Senioren teilzunehmen. Leiterin Gaby Freudenreich gab viele hilfreiche Tipps, um das Busfahren zu erleichtern.

Sie erklärte unter anderem, wie groß der tote Winkel eines Busfahrers ist. Auf einem Bild waren mehrere Personen und ein Bus abgebildet. Die Senioren sollten sagen, wen der Busfahrer sehen kann und wen nicht. Mehrfach waren sich die Anwesenden uneinig. Wie groß der tote Winkel letztendlich ist, war den meisten nämlich nicht bewusst.

Immer mehr barrierefreie Haltestellen

Für Diskussionen sorgte Gaby Freudenreichs Rat, erst aufzustehen, wenn der Bus steht. „Der Busfahrer wartet“, erklärte sie. Doch dem widersprach eine Frau, die regelmäßig Bus fährt: „Damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.“

Eine andere Aussage hingegen sorgte für Zufriedenheit: „Die Gemeinden sind verpflichtet, Haltestellen barrierefrei zu bauen“, erklärte die VKU-Mitarbeiterin. Besonders mit Rollatoren sei es nämlich schwierig, in den Bus einzusteigen. Denn manchmal sind Gehweg und Buseinstieg noch nicht auf einer Höhe.

Tipps von Expertin Gaby Freudenreich:

  • Am besten, so sagt sie, ist es, die Fahrt vorab schon zu planen. Also im Vorfeld bereits zu überlegen: Wo will ich hin? Und wo ist die nächste Haltestelle meines Zielortes?
  • Am besten sollte sich auch im Vorfeld darüber informiert werden, welche Fahrkarte für einen selbst am besten ist. „Wenn ich ein Einzelticket kaufe, ist das teuer“, gestand Gaby Freudenreich. Für Senioren empfiehlt sie das „60PlusAbo“. Damit könne man für rund 30 Euro innerhalb der Stadt von Montag bis Freitag ab 8 Uhr fahren - an Wochenenden sogar auch früher.
  • Personen mit Rollatoren müssen diesen entgegen der Fahrtrichtung stellen und die Feststellbremse betätigen. Zudem dürfen Sie sich „auf gar keinen Fall draufsetzen“, warnt Gaby Freudenreich.
    Schulung für Senioren: Gaby Freudenreich gibt Tipps, um das Busfahren einfacher zu machen

    Etwa 20 Senioren folgten der Einladung zur Busschulung. Einige brachten ihre Rollatoren mit, die im Bus für einige Probleme sorgen können, wenn sie falsch abgestellt werden. © Pascal Albert

  • Beim Aussteigen mit einem Rollator ist es am einfachsten, rückwärts auszusteigen.
  • Ein Service, den nur wenige kennen, ist das VKU-Tandem. Das kann kostenlos bestellt werden und richtet sich an diejenigen, die noch nie oder lange nicht mehr mit dem Bus gefahren sind und sich bei einigen Aspekten unsicher fühlen. Zum Service gehört, dass man von einem Mitarbeiter der VKU abgeholt wird. Dieser begleitet einen dann bei der Busfahrt und erklärt alles Wichtige zum Thema Busfahren.
  • Für alle weiteren Fragen zum Busfahren und Fahrkartenkauf gibt es bei der Telefonhotline „fahrtwind“ unter 01806 504030 (20 Cent aus dem Festnetz, 60 Cent vom Handy).
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