Busse der VKU werden in Selm auch von Schülern und Schülerinnen genutzt. © Matthias Münch (Archiv)
Schulbusse

Schulstart in Selm: VKU-Busse bislang nicht überfüllt

Unterricht vor Ort in der Schule: Den gibt es seit Montag, 22. Februar, auch wieder in Selm. Vom Land NRW gibt es eine Förderung für zusätzliche Schulbusse, von der der Kreis Unna auch Gebrauch gemacht hat.

Endlich wieder Schule: Das haben sich am Montag, 22. Februar, wahrscheinlich auch viele Schülerinnen und Schüler aus Selm gedacht, die ihre Schule in diesem Jahr in den meisten Fälle wegen des Lockdowns noch nicht von innen gesehen haben. In den sukzessive wieder startenden Präsenzunterricht an den Schulen mischt sich aber auch Sorge. Nicht zuletzt um die Situation in den Schulbussen. Selbst wenn in den Schulen selbst streng auf Abstände und Hygiene geachtet wird – müssen die Kinder in den Bussen eng an eng stehen und laufen Gefahr, sich hier möglicherweise zu infizieren?

Das Land NRW hat auf diese Angst bereits reagiert und Kommunen Fördermittel für den Einsatz zusätzlicher Schulbusse in Aussicht gestellt. Von den 33,5 Millionen Euro seien allerdings noch 13,5 Millionen übrig, wie es aus dem Ministerium hieß. 134 Anträge auf die Förderung habe es bislang gegeben, die Gesamtkosten für zusätzlich Busse würden übernommen.

Selm gehört nicht zu denen, die Bus-Fördermittel beantragt haben

Selm jedoch, so erklärt es die Stadt auf Anfrage der Redaktion, hat keine Förderung für zusätzliche Busse beantragt. Das sei bisher nicht nötig gewesen, begründet es Stadtsprecher Malte Woesmann. Es sei auch, so erklärt er weiter, der Kreis Unna, der die Mittel beantragen müsse – und nicht die Stadt.

Und der Kreis wiederum habe schon im vergangenen Jahr von der Förderung Gebrauch gemacht, wie Sprecher Max Rolke erklärt. „Insgesamt hat der Kreis Unna im Rahmen des Förderprogramms seit August 2020 auf 27 Linien und Linienabschnitten zusätzliche Einsatzwagen eingesetzt und damit 111.890 Euro abgerufen“, erklärt er.

Auch in Selm nutzen die Schüler, die mit dem Bus zur Schule fahren, das Angebot der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU). „Die VKU hat aufgrund von Eingaben der Eltern und des Schulträgers auf den stark frequentierten Strecken bereits im vergangenen Jahr Verstärkerbusse eingesetzt“, sagt auch die Stadt. Genaue Zahlen hat der Kreis: „In Lünen verstärken auf neun Linien zusätzliche Einsatzwagen den Schulbusverkehr. Kosten bisher: rund 41.000 Euro. Auf zwei dieser Linien verkehren die Busse auch zwischen Lünen und Selm. Mit diesen beiden Linien verstärken auf vier Linien zusätzliche Einsatzwagen den Schulbusverkehr für Schulen in Selm. Kostenpunkt bisher: rund 15.500 Euro.“

Nur ein Teil der Schüler fährt täglich zur Schule

Seit Dezember sind die Verstärkerbusse für Selm im Einsatz – etwas, das die Stadt begrüßt, „da hierdurch die Möglichkeit besteht, die Abstandsregeln einzuhalten und somit von einer Verbesserung des Infektionsschutzes ausgegangen werden kann“.

Allerdings ist es beim Schulstart nach dem Lockdown jetzt ja auch so, dass nicht mit einem Mal wieder alle Schüler zur Schule müssen. In den meisten Fällen gibt es einen Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht, sodass immer nur ein Teil der Schüler tatsächlich den Schulweg antreten müssen. Außerdem fahren in Selm natürlich auch nicht alle mit dem Bus.

Bisher, so sagt es eine Sprecherin der VKU auf Anfrage der Redaktion, gebe es keine überfüllten Busse. „Das läuft ja im Moment noch alles sehr entzerrt“, erklärt sie mit Blick auf den erst schrittweise und eingeschränkt startenden Präsenz-Unterricht.

Verantwortlich dafür, wie die Abstands- und Hygieneregeln während der Fahrt eingehalten werden, das sagt auch die Stadt Selm, seien die Verkehrsbetriebe, die die Beförderung leisten. In den Bussen der VKU gilt in diesen Sinne: Einstieg nur vorne, das Tragen medizinischer Masken ist Pflicht, im Bus gibt es Trennscheiben aus Plexiglas

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