Schützen legen Kranz nieder

SELM Dunkle Regenwolken drohten aus der Ferne, doch die Bürgerschützengilde Selm-Beifang hatte am Samstag bei der Eröffnung ihres Schützenfestes Glück. Bis auf ein paar wenige Regentropfen marschierten die Schützen trockenen Fußes zur Kranzniederlegung am Ehrenmal. 107 Schützenschwestern - und Brüder meldete Oberst Norbert Homann beim Antreten am Vereinslokal Selmer Hof.Besonders begrüßte der Oberst die Damenkompanie.

von Von Theo Wolters

, 13.07.2008, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kranz für das Ehrenmal.

Der Kranz für das Ehrenmal.

„Sie dürfen in diesem Jahr erstmals mit um die Königswürde schießen. Wer weiß, vielleicht wird ja ein Schütze diesmal Prinzgemahl“, munterte der Oberst die Damen auf, sich an dem Schießen zu beteiligen .“Begleitet vom Selmer Blasorchester und dem Spielmannszug der Feuerwehr ging es zum Ehrenmal an der Kreisstraße.

Schützen steuern gegen Gewalt

Nach der Kranzniederlegung richtete Oberst Norbert Homann das Wort an die Schützengilde. „Wir stehen hier zum Gedenken an die in den zwei Weltkriegen gefallenen Mitbürger. Aber wir denken in diesem Moment auch an unsere vertorbenen Schützenbrüder“, so der Oberst. „Tote schweigen, haben keine Stimme. So müsen wir Lebende ihnen eine Stimme verleihen.“ Alle seien gefordert gegen die aufkommende Gewalt zu steuern. „Globalisierung betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch uns Menschen.“ Bürger verschiedener Nationalitäten würden zusammen leben.

Offen sein für andere

„Offen sein für andere muss auch ein Ziel der Schützenbruderschaft sein“, erklärte Norbert Homann. Man müsse sich gegen Fremdenhass einsetzen. Nach der Kranzniederlegung zogen die Schützen zur evangelischen Kirche und feierten einen ökumenischen Gottesdienst. Anschließend wurde im Festzelt bis in die Morgenstunden die Eröffnung des Schützenfestes gefeiert.

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