Schüler mit Förderbedarf aus Olfen und Nordkirchen besuchen Schule in Selm

Förderschule

Für Kinder mit Förderbedarf kann ein weiter Weg zur Schule zur Geduldsprobe werden. Der Kreis Unna und der Nachbarkreis Coesfeld arbeiten deshalb enger zusammen

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 22.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler mit Förderbedarf aus Olfen und Nordkirchen besuchen Schule in Selm

Die Unterschriften der Landräte Makiolla (l.) und Schulze Pellengahr (r.) machen es möglich: Förderschüler aus Olfen und Nordkirchen gehen in Selm zur Schule. © Pressestelle Landkreistag NRW

Wer zwischen Arbeits- und Wohnort pendelt, weiß: Lange Fahrzeiten sind anstrengend. Das gilt ganz besonders für Kinder mit Förderbedarf. Deshalb gab es deutliche Kritik an der Aufgabe der Astrid-Lindgren-Schule in Lüdinghausen. Schüler, die bisher in Lüdinghausen ihren Lernort hatten, hätten deshalb nach Nottuln fahren müssen.

Die Lösung: Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ der Sekundarstufe I aus Olfen und Nordkirchen besuchen nun das Förderzentrum Nord des Kreises Unna in Selm.

Kreis Coesfeld beteiligt sich an den Betriebskosten

Im Gegenzug beteiligt sich der Kreis Coesfeld an den Betriebskosten dieser Schule. Die entsprechende öffentlich-rechtliche Vereinbarung haben nun die Landräte Michael Makiolla (Kreis Unna) und Dr. Christian Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld) unterzeichnet.

Ganz offiziell wird die Vereinbarung mit der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg und Veröffentlichungen in den Amtsblättern. Die beiden Kreise zeigen mit dieser Zusammenarbeit, wie interkommunale Zusammenarbeit das Leben von Familien leichter machen kann.

Allerdings gibt es auch eine Initiative der Jugendhilfe Werne. Sie plant zum Schuljahr 2021/22 die Gründung einer Förderschule mit Primar- und Sekundarbereich in ihrer Trägerschaft. Die Jugendhilfe ist derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Standort.

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