Schon wieder Würstchendiebe bei GS Cappenberg

Vorsitzender verärgert

Man kann es schon fast eine Plage nennen: Zum dritten Mal haben Einbrecher die Sportanlage von Grün-Schwarz Cappenberg heimgesucht. Ihre Beute diesmal: 150 Grillwürstchen. Was klingt wie eine Lappalie, ärgert den Verein maßlos.

CAPPENBERG

, 11.08.2015, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bratwürste werden in der historischen «Wurstkuchl» in Regensburg (Bayern) gegrillt, aufgenommen am 17.07.2013. In der ältesten Bratwurststube der Welt werden im Jahr mehr als eine Million hausgemachte Würstchen gegrillt. Foto: Armin Weigel/dpa (zu dpa-Serie: Landeslexikon Bayern von A bis Z - R wie Regensburger Wurstkuchl - Die älteste Bratwurststube der Welt vom 21.08.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bratwürste werden in der historischen «Wurstkuchl» in Regensburg (Bayern) gegrillt, aufgenommen am 17.07.2013. In der ältesten Bratwurststube der Welt werden im Jahr mehr als eine Million hausgemachte Würstchen gegrillt. Foto: Armin Weigel/dpa (zu dpa-Serie: Landeslexikon Bayern von A bis Z - R wie Regensburger Wurstkuchl - Die älteste Bratwurststube der Welt vom 21.08.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

In der Nacht zu Dienstag brachen unbekannte Täter ins Vereinsheim auf der Sportanlage Am Kohuesholz ein. Sie traten oder schlugen dabei eine Platte neben der Eingangstür auf, in der früher ein Fenster war, und verschafften sich so Zutritt. Aus der Gaststätte nahmen sie 150 Würstchen mit, die der Verein dort fürs nächste Heimspiel zum Grillen bereitgelegt hatte. Sonst nichts.

Eine Lappalie? Kein Problem? Der Vorstand des etwa 300 Mitglieder starken Vereins und der Platzwart ärgern sich mächtig. Denn im Januar dieses Jahres und vor etwa zwei Jahren gab es schon zwei ähnliche Vorfälle.

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Das sagte der Präsident Thorsten Garber am Dienstagmittag im Telefonat mit unserer Redaktion:

„Ich bin mittlerweile sehr unglücklich damit! Unsere Anlage ist weit draußen und deswegen natürlich gefährdet. Wir werden uns überlegen müssen, was wir da machen können. Vielleicht finden wir einen Sponsor, der eine Alarmanlage installieren kann. Wir wollen dabei auch die Polizei befragen, wie wir uns am besten schützen können -  auch mit Blick auf unser neues Gebäude, das Sonntag eingeweiht wird.

Auch wenn es den Segen von Altfried Kutsch bekommt, ist es ja vor Einbrechern leider nicht gefeit. Das ist wirklich ärgerlich, denn wir arbeiten hier alle ehrenamtlich. Und wir haben bewusst im Vereinsheim nie Geld gelagert. Alle Tageseinnahmen nehmen wir abends mit. Darum verstehe ich auch nicht, warum das jetzt zum dritten Mal passiert ist: Man rätselt, warum Einbrecher dieses Risiko eingehen. Uns als Verein schadet das sehr. Wir schwimmen nicht im Geld, und da sind für uns auch 150 Würstchen spürbar.

Ich wünsche mir auch, dass die Polizei Versuche unternimmt, dem Einhalt zu gebieten – zum Beispiel dadurch, dass sie öfter da vorbeifährt. Wir selbst können auch Vorkehrungen treffen, um das Gelände sicherer zu machen. Aber auch das kostet auch alles Geld. Und wir sind ein kleiner Verein, der vieles in Eigenarbeit stemmt. Wir gehen nicht mit jeder Kleinigkeit zur Stadt, aber durch die vielen Bauprojekte zuletzt haben wir da aber auch mal ein Limit erreicht ."

Das sagte Martin Wollenweber, Platzwart seit zwei Jahren Am Kohuesholz, der den Einbruch am Morgen gegen 10 Uhr entdeckte und die Polizei rief:

„Das war genau die gleiche Vorgehensweise wie beim letzten Mal: Neben der Glastür ist ein Sichtfenster, da war eine GFK-Platte – und die ist eingetreten worden. Beim letzten Mal im Januar kamen Getränke, eine Fritteuse und Würstchen weg, diesmal nur Würstchen.

Ich bin jeden Tag von morgens bis nachmittags zur Platzpflege hier, bis zum Abend trainieren dann die Mannschaften hier. Gestern ging das letzte Training um 19.30 Uhr zu Ende. Wir können ja nicht rund um die Uhr hier sein, ich selbst wohne in Lünen. Das ärgert mich richtig, denn die Frage ist: Wie kann man das Gelände sichern? Mache ich die Tür sicherer, gehen die Einbrecher durchs Fenster... Vielleicht könnte eine Alarmanlage helfen - aber das muss der Verein finanziell selbst tragen.

Ich bin ja schon froh, dass die Einbrecher immerhin nichts weiter kaputt machen…“   

Die Stadtwerke reparierten den Schaden gleich am Dienstagmittag. „Die Stadt unterstützt uns sehr gut dabei“, so Wollenweber – es sei derselbe Mitarbeiter da gewesen wie im Januar. 

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