Räumfahrzeuge waren am Sonntag in Selm unterwegs. Allerdings nicht überall - auch den Pflegediensten hat das Probleme gemacht. © Jura Weitzel
Schnee-Chaos

Schnee-Chaos in Selm: Pflegedienst hat Probleme, zu Kunden zu kommen

Homeoffice ist für die Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes keine Option - auch nicht in Extremsituationen. Der Schnee war für das Team von Olia am Sonntagmorgen ein großes Problem.

Zu Fuß sind die Pflegekräfte vom Borker ambulanten Pflegedienst Olia am Sonntagmorgen teilweise zu ihren Kunden gestapft. Durch den etwa zwanzig Zentimeter hohen Schnee. Mit den Autos sei, so sagt es Sevim Mutlu-Ergun im Gespräch mit der Redaktion, in vielen Straßen einfach kein Durchkommen gewesen. „Wir hatten riesengroße Probleme“, sagt sie am Telefon.

Nicht nur in Selm ist der Pflegedienst unterwegs – auch beispielsweise in Lüdinghausen oder Dortmund. Es sei am Morgen zu vielen Verzögerungen gekommen. „Zum Glück hatten die meisten unserer Kunden Verständnis“, so Sevim Mutlu-Ergun. In manchen Fällen hatten auch die Angehörigen das Waschen und Pflegen an diesem besonderen Tag übernommen. „Darüber waren wir sehr dankbar“, sagt sie weiter.

Auch am Nachmittag und Abend weiter Schneefall

Richtig Besserung in Sicht war am Sonntagnachmittag noch nicht: Immer noch kam da Schnee vom Himmel – bis Montagmorgen soll das extreme Wetter anhalten. „Es wird also eher schlimmer“, so Sevim Mutlu-Ergun am Nachmittag mit Blick auf die Touren am Abend – und auf die am Montagmorgen. Um 5 Uhr ist der erste Einsatz des Pflegeteams in Lüdinghausen, auch in Selm rechnen die ersten Patienten um 6 Uhr mit dem Pflegedienst.

Dass bis Montagmorgen alle Straßen in Selm geräumt sein werden, ist eher unwahrscheinlich. Die Stadt Selm hatte auf Anfrage der Redaktion zwar gesagt, dass schon angestrebt werde, dass überall Räumfahrzeuge fürs Wegschieben der Schneemassen sorgen. Gerade in den kleinen Straßen in Wohngebieten sei das aber etwa durch am Straßenrand parkende Autos schwierig.

„Wir hoffen, dass unsere Kunden Verständnis haben, wenn es zu ein paar Verzögerungen kommt“, sagt Sevim Mutlu-Ergun. Denn auch ihre Kolleginnen und Kollegen hätten natürlich Angst, sich bei dem Wetter ins Auto zu setzen. „Und es möchte ja niemand, dass ein Unfall passiert.“

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher

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