Eine Sicherheitsfrau sorgt dafür, dass sich alle an die Schutzmaßnahmen halten. © Goldstein
Sparkasse

Schlange an der Sparkasse in Selm: Grund war nicht nur der Zahltag

Zum Jahresbeginn wurde es hektisch an der Bank: Vor der Sparkasse am Campus in Selm standen die Kunden am Montag (4.1.) Schlange. Grund dafür war aber nicht nur der Zahltag.

Jeder, der sich sein Geld am Zahltag noch aus dem Automaten zieht, kennt den Ansturm auf die Bank. Doch die Schlange vor der Sparkasse am Campus in Selm hatte am ersten Montag des Jahres (4.1.) noch andere Gründe.

Viele prüfen zum Jahresanfang ihre Zinsen

Zum Jahresanfang überprüfen nämlich viele Kunden gern ihre Zinsen auf dem Sparbuch, teilt Bernd Wieck mit, Marktbereichsleiter der Sparkasse an der Lippe. „Die Kunden denken, man müsse die Zinsen zum 1. Januar hin im Sparbuch nachtragen lassen und dass diese sonst nicht gezählt werden.“ Das sei aber nicht der Fall. Die Zinsen seien dennoch auf dem Sparbuch verbucht – auch wenn das im Sparbuch selbst nicht angezeigt werde.

Diese Kunden kommen entsprechend zum typischen Andrang am Monatsanfang noch hinzu. Und aufgrund der Corona-Situation dürfen sich in der Filiale nur sieben Menschen aufhalten – sonst ist der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet. Dadurch kann sich auch schnell eine längere Schlange bilden. „Damit die Vorschriften eingehalten werden, haben wir zum Monatsanfang immer einen Sicherheitsdienst“, sagt Wieck. Dieser sorgt dafür, dass sich die Kunden an die Maximalzahl in der Filiale halten. Eine Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma bestätigt: „Der Andrang ist zwar groß, aber es ist nicht ausgeartet. Die Leute halten sich dran und müssen nur manchmal ermahnt werden.“

Auf die Frage hin, ob der Andrang auch etwas mit der Umstrukturierung der Filialen zu tun habe, sagt Wieck: „Unser Angebot für die Kunden hat sich ja eher erweitert. Die neue Filiale ist nicht weit vom Dorf entfernt, etwa 500 Meter. Wir haben 18 Standorte im gesamten Geschäftsgebiet und halten diese aufrecht.“ Zuletzt war es zu Unzufriedenheiten gekommen, da die Sparkasse im Dorf dicht gemacht hatte und in den Campus umgezogen war.

Trend: Weniger Leute haben Bargeld in der Tasche

„Es ist aber nun einmal ein allgemeiner Trend, dass immer weniger Leute Bargeld in ihren Taschen haben“, sagt Wieck. Und auch die Zahl derer, die ihre Kontoauszüge mit einem digitalen Endgerät empfangen und ihre Geldgeschäfte online erledigen, sei gestiegen.

Außerdem gibt es auch einen Lieferservice für Bargeld: Kunden können sich ihr Geld nach Hause bringen lassen, wenn sie es aus zeitlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht selbst schaffen, zu einer Filiale oder einem Geldautomaten zu kommen.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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