Auf den Test folgte der Ernstfall: So waren die Reaktionen auf den Sirenenalarm in Selm

dzProbealarm

Als um zehn Uhr in Selm die Sirenen in Selm heulten, waren die Reaktionen darauf ganz unterschiedlich. Nur eine Stunde später gab es einen echten Alarm.

Selm

, 05.09.2019, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er dauerte nicht lange, aber mitbekommen hat es in Selm wahrscheinlich jeder: an 12 Standorten heulten am Donnerstagvormittag (5. September) Sirenen. Gefahr bestand jedoch nicht. Denn der Alarm war vom Land NRW geplant und im Vorfeld auch angekündigt. Die Reaktionen auf den Probealarm waren dennoch unterschiedlich.

Michael Reimann (41) kam gerade am Edeka-Center Geldmann an, als die ersten Sirenen-Töne bereits wieder verstummt waren. Zwar habe er im Vorfeld mal gelesen gehabt, dass die Sirenen in ganz NRW ertönen sollten, doch wann genau der Alarm stattfinden sollte, wusste er nicht mehr. „Ich hatte es vergessen“, gestand er.

Das bedeuten die verschiedenen Sirenen-Signale

Was die verschiedenen Sirenensignale bedeuten, wusste er aber zum Teil noch. „Aber nicht komplett“, sagte er und lieferte die Begründung gleich hinterher: „Die Bundeswehr ist schon ein bisschen her.“

Drei verschiedene Signale gibt es aktuell. Alle sind jeweils eine Minute lang. Ein an- und abschwellender Dauerton signalisiert den Bürgern eine allgemeine Warnung. Ein gleichbleibender Dauerton gibt Entwarnung und ein zweimal unterbrochener Dauerton alarmiert die Feuerwehr.

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NRW Warntag: So war der Sirenenalarm in Selm

Bürger sollen auf verschiedene Signale aufmerksam gemacht werden

Im vergangenen Jahr feierte der Warntag in NRW seine Premiere. Das landesweite Sirenenheulen soll „die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig es ist, sich mit Warnungen auszukennen“, heißt es auf der Internetseite des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen.

Von dem Alarm überrascht war auch Sabine Overtheil, die gerade mit ihren drei kleinen Kindern unterwegs war. „Ich habe mich gerade schon gefragt, ob ich was nicht mitbekommen habe“, erzählte sie. Die Bedeutung der einzelnen Sirenen-Signale wusste sie noch nicht.

Ihre drei jungen Begleiter reagierten derweil nicht mit Irritation oder Angst auf die Sirenen. Vielmehr hätten sie sich gefreut, erklärte die 43-Jährige Selmerin. „Die haben sofort ‚Feuerwehr‘ gerufen. Die finden das immer ganz interessant.“ Die Feuerwehr sahen sie zu diesem Zeitpunkt aber nicht.

Feuerwehr musste eine Stunde nach Probealarm wirklich alarmiert

Nur etwas mehr als eine Stunde nach dem Probealarm gab es aber ein weiteres Sirenenheulen - diesmal war es kein Test. Gegen 11.10 Uhr rückte die Feuerwehr aus, um einen möglichen Wohnungsbrand an der Straße Auf der Geist zu löschen. Letztendlich war es allerdings ein Fehlalarm, erklärte Wehrführer Thomas Isermann.

Ein Passant, der das Piepen eines Rauchmelders bemerkt hatte, habe die Feuerwehr kontaktiert, erzählte Isermann. „Wir haben die Wohnung kontrolliert und nachdem wir nichts fanden, die Batterie des Rauchmelders entnommen“, erklärte der Wehrführer.

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