Trotz des stringenten Hygienekonzepts sind 21 Grundschüler der Overbergschule in Quarantäne. © Arndt Brede
Quarantäne

Quarantäne für 21 Overbergschüler: Kontakt mit positiv getesteter Person

21 Schüler der Selmer Overbergschule befinden sich zurzeit in Quarantäne, weil sie Kontakt zu jemandem hatten, der positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Wie geht es weiter?

Erneut sind Schüler der Overbergschule in Selm in Quarantäne. Auf der Homepage der Selmer Overberg-Grundschule ist zu lesen, was Schulleiterin Christine Jücker schon vorab den Eltern der betroffenen Mädchen und Schüler mitgeteilt hatte: „Liebe Eltern und Erziehungsberechtigten der Overbergschule, in der letzten Woche hatten zwei Lerngruppen Erstkontakt zu einer auf Covid-19 positiv getesteten Person. Die betroffenen Familien sind alle informiert!“

Die zwei Lerngruppen sind zwei halbe Klassen der Schule, an der die Schüler derzeit im wöchentlichen Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht lernen. Offenbar hatten eben jene zwei Lerngruppen Kontakt zu einer auf Covid-19 positiv getesteten Person. Bei dieser Beschreibung desjenigen oder derjenigen, die positiv getestet wurde, möchte es Schulleiterin Christina Jücker auf Anfrage der Redaktion aus Gründen des Schutzes des Persönlichkeitsrechtes belassen.

Fakt sei, dass sich die beiden Lerngruppen mit insgesamt 21 Kindern und die betreffende positiv getestete Person in Quarantäne befinden. Die Kinder gelten aber zurzeit nur als Verdachtsfälle. Die Quarantäne der Schüler fällt in eine Zeit, in der der eigentliche Wechselunterricht (eine Woche Präsenz-, eine Woche Distanzunterricht, schulintern A-Gruppe und B-Gruppe genannt) etwas umstrukturiert wird. „Wir haben ja nur noch eine Woche Unterricht vor den Osterferien. Wir haben das so gelöst, dass wir mit der A-Gruppe Montag und Dienstag im Präsenzunterricht starten, am Mittwoch alle im Distanzunterricht sind und die B-Gruppe am Donnerstag und Freitag im Präsenzunterricht sein sollte. Aber die B-Gruppe hat es ja letzte Woche erwischt.“ Also bleiben die betroffenen Schüler in dieser Woche komplett zuhause.

Unglückliche Umstände

Hätte man diese Entwicklung verhindern können? „Nein“, sagt Christine Jücker, „es ist nicht zu erklären, denn wir haben hier ein stringentes und vorschriftsmäßiges Hygienekonzept“. Es seien wohl unglückliche Umstände gewesen. Die Eltern nehmen die Entwicklung nach Auskunft Christine Jückers „recht entspannt“.

Wie geht es jetzt mit den beiden Lerngruppen weiter? „Die Kinder werden am Mittwoch in unserer Turnhalle getestet“, sagt Christine Jücker am Montag, 22. März, im Gespräch mit der Redaktion. Unabhängig vom Testergebnis seien beide betroffenen Lerngruppen bis Ende März in Quarantäne. Erst am 12. April beginnt nach den Osterferien wieder der Unterricht.

In welcher Form der Unterricht dann läuft, ob im Präsenz-, im Distanz- oder im Wechselunterricht, „das wissen wir noch nicht“, sagt Schulleiterin Christina Jücker.

Pädagogische Ferienbetreuung

Was sie weiß, ist, dass an der Overbergschule auch in den Osterferien Schüler betreut werden. „Wir bieten eine pädagogische Ferienbetreuung an“, berichtet die Schulleiterin. Das Land NRW finanziere – bei einem 20-prozentigen Eigenanteil des Schulträger, also der Stadt Selm – die pädagogische Ferienbetreuung, „damit Kinder nicht den Anschluss verlieren“. Lücken könne man in den Ferien gut schließen, sagt Christine Jücker. Es sei ein freiwilliges Angebot an die Eltern entsprechender Schüler.

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So werden bis zu 32 Mädchen und Jungen aus allen vier Jahrgängen in der ersten Ferienwoche an der Overbergschule von Lehrkräften und weiterem Personal betreut. „Mit einem pädagogischen Programm, aber auch mit motorischen Angeboten.“ Sie werden in kleine Gruppen aufgeteilt.

In der zweiten Ferienwoche bietet der Verein „Ganz Selm“ für die Kinder, die die Angebote der Offenen Ganztagsschule gebucht haben, eine Ferienbetreuung in der Overbergschule an.

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Arndt Brede

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