Private Shopping: So will die Werbegemeinschaft Selm der Corona-Krise trotzen

Werbegemeinschaft

Einmal der einzige Gast im Laden sein und ganz privat shoppen gehen: Ausgerechnet Corona macht es in Selm möglich. Die Aktion startet im November.

von Julian Beimdiecke

Selm

, 30.10.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicole Reuter, Sprecherin der Altstadthändler in Selm, hat die Aktion mitorganisiert.

Nicole Reuter, Sprecherin der Altstadthändler in Selm, hat die Aktion mitorganisiert. © Jessica Hauck (A)

Große Einkaufsevents wie ein Moonlight-Shopping oder ein verkaufsoffener Sonntag konnten in Selm in diesem Jahr bisher nicht stattfinden: Aktionen, die viele Menschen anlocken, sind in Corona-Zeiten einfach kaum umsetzbar. Die Werbegemeinschaft Stadt Selm hat sich deshalb ein Event einfallen lassen, dass davon lebt, dass gerade eben nicht viele Menschen zusammenkommen - und organisiert ab November das „Private Shopping“ in Selm.

Die Idee: Kunden können mit den Mitarbeitern der teilnehmenden Läden Termine vereinbaren, wann sie - eventuell mit ihrer Familie oder einer anderen Begleitperson - außerhalb der regulären Öffnungszeiten vorbeikommen können. In dieser Zeit sind die Kunden dann ganz allein im Laden und können in Ruhe stöbern und einkaufen. „Die Leistungen sind wirklich die gleichen wie sonst auch - nur, dass man eben alleine im Laden ist“, erklärt Nicole Reuter, Sprecherin der Werbegemeinschaft für die Altstadt und Mit-Organisatorin des „Private Shoppings“.

Kein Aufpreis fürs Alleinsein

Wie lange die einzelnen Termine dauern, könne jedes Geschäft selbst entscheiden bzw. mit ihren Kunden vereinbaren. „Generell ist aber alles möglich: Da können sowohl Outfits anprobiert werden, man kann stöbern, aber natürlich auch einfach kurz in den Laden gehen und etwas abholen.“ Auch Beratung gebe es natürlich. Eine Kaufverpflichtungen oder irgendeinen anderen Aufpreis dafür, dass man allein im Laden ist, wird nicht fällig - bis auf die Kundenanzahl im Laden ist alles so wie immer.

In welchen Geschäften das „Private Shopping“ möglich ist, erkennt man an den entsprechenden Postern und Bannern, die in und an den teilnehmenden Läden platziert werden. Auch online soll es Übersichten über die Geschäft geben - und die wird ständig aktualisiert, denn: „Läden können auch noch einsteigen, wenn die Aktion schon läuft“, erzählt Reuter. Bisher haben fast zehn Geschäfte quer durch verschiedene Branchen ihre Teilnahme zugesagt.

Aktion zunächst bis Januar

Die Werbegemeinschaft ist glücklich, mit dem „Private Shopping“ ein Konzept für ein Einkaufsevent gefunden zu haben, das absolut Corona-konform ist. „Der Plan ist natürlich, dass der Kundenstrom etwas entzerrt wird - gerade, wenn das Weihnachtsgeschäft ansteht. Es gibt nicht das großes Gedränge, das es sonst gibt, und man kann gefahrlos einkaufen gehen“, so Reuter, die neben ihrer Tätigkeit bei der Werbegemeinschaft die „Mondeule“ und gemeinsam mit ihrem Mann den Einzelhändler „Knümann“ führt.

Allerdings bleibt das Konzept über das Weihnachtsgeschäft hinaus bestehen: Zunächst einmal ist die Aktion bis Ende Januar angedacht. Dann, so Reuter, wolle der Verband schauen, wie das „Private Shopping“ so läuft - und die Aktion eventuell verlängern.

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