Planungen für Vollsperrung der Kreisstraße mit kleinen Hindernissen

dzKreisstraße

Die geplante Vollsperrung der Kreisstraße zwischen Selm und Bork soll am 14. Oktober beginnen. Allerdings bereitet ein Umstand der Stadt Selm Probleme.

Selm

, 09.10.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die geplante Fahrbahnsanierung auf einem rund einen Kilometer langen Teilstück der Bundesstraße 236 (Kreisstraße) rückt näher. Und damit auch die Vollsperrung zwischen dem Kreisverkehr Zeche-Hermann-Wall und der Einmündung Gutenbergstraße. Wir haben nachgefragt, ob die Planung Bestand hat oder ob sich etwas geändert hat.

Geplant ist, die Fahrbahn zwischen dem 14. und 25. Oktober zu sanieren. Bleibt es bei dem angepeilten Baubeginn? „Ja“, antwortet Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage der Redaktion. Beim Bauablauf und beim Zeitablauf habe sich nichts geändert.

Grundstücksverhandlungen für Bushaltestelle laufen

Während der Fahrbahnsanierung soll auch die Einmündung Haus-Berge-Straße umgebaut werden. Eine Art Insel soll Fußgängern und Radfahrern erleichtern, die Einmündung zu passieren. Zudem soll es eine Querungshilfe zwischen den beiden Bushaltestellen auf der West- und Ostseite der Kreisstraße in der Nähe der Haus-Berge-Straße geben. Und auch eine Fußgängerampel soll für mehr Sicherheit sorgen. Die Haltestelle auf der Westseite soll kundenfreundlicher umgebaut und mit einem Fußweg ergänzt werden.

Während der jüngsten Bürgerversammlung hatte jedoch Stefan Schwager, Dezernent für Bauen und Ordnungsangelegenheiten, gesagt, dass die Stadt die erforderliche Fläche von einem privaten Grundstückseigentümer noch nicht erworben hat. Gibt es schon eine Lösung für den Umbau der Haltestelle auf der Westseite der Kreisstraße in Höhe der Einmündung Haus-Berge-Straße? Ist der geplante Grundstückserwerb schon erledigt oder gibt es noch Hemmnisse? Antwort des Stadtsprechers: „Die Stadt Selm ist in der Planung der Maßnahme. Parallel läuft die Verhandlung mit dem Eigentümer.“

Plan B ist nicht nötig

Könnte eine Weigerung des Grundstückseigentümers, Flächen zu verkaufen, grundsätzlich die Pläne für die Bushaltestelle (und den Ampelbau) zum Scheitern bringen? „Die Stadt Selm geht nach den ersten Abstimmungsgesprächen mit dem Eigentümer davon aus, dass die Verhandlungen positiv verlaufen werden.“ Einen Plan B für den Fall, dass der Eigentümer nicht verkaufen will, gebe es deshalb nicht.

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Welche Auswirkungen haben eigentlich die Grundstückserwerbverhandlungen auf den Zeitplan der Maßnahme? Malte Woesmann antwortet so: „Erst nach dem Grundstückserwerb können die erforderlichen Arbeiten für den Umbau der Bushaltestelle und Herrichtung des neuen Gehweges begonnen werden. Vorabarbeiten, zum Beispiel für die Errichtung der Ampel, können jedoch bereits jetzt vorgenommen werden. Mit dem Bau der Ampel wird für 2020 geplant.“

Grundstücke sind grundsätzlich befahrbar

Während der Bürgerversammlung kam die Frage auf, wie zu verfahren ist, wenn Pferde, deren Weide direkt an der Kreisstraße im gesperrten Bereich liegen, krank werden und das womöglich nachts. Betroffene Pferdebesitzer hatten Sorgen geäußert, dass zum Beispiel Tierärzte nicht zur Weide per Auto kommen könnten. Zu diesem Thema äußert sich der Stadtsprecher auf Anfrage auch: „Wie bereits bei der Versammlung verkündet, besteht fast zu jeder Zeit für Rettungskräfte die Möglichkeit, die Straße zu befahren. Dies gilt natürlich auch für Notfälle, die einen Tierarzt bedürfen. Lediglich wenn der Asphalt eingebaut wird, ist die Straße nicht befahrbar. Dies gilt dann auch für die Anwohner.“

Es gibt allerdings ein diffiziles Detail in Sachen Umleitungen. Malte Woesmann: „Umleitungen für den Verkehr sind ausgeschildert. Leider ist es in den vergangenen Tagen jedoch vorgekommen, dass bereits aufgestellte Schilder von ihrem Standort entfernt und an anderer Stelle aufgebaut wurden. Dort ist dann eventuell die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet, da die Schilder nicht mehr richtig verankert sind. Daher die Bitte der Stadt Selm, alle Schilder an ihren vorgesehenen Standorten zu belassen.“

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