Die meisten Kunden halten sich an die verschärfte Maskenpflicht im Einzelhandel. Die Geschäfte weisen auch darauf hin. © Arndt Brede
Coronavirus

Pflicht für medizinische Masken: Vereinzelt Gegenwind im Supermarkt

Nach der neuen Landesverordnung sind nur noch medizinische Masken in Lebensmittelgeschäften erlaubt. Kein Problem für die meisten Selmer. Aber es gibt einen anderen Aufreger.

Nach Beschluss von Bund und Ländern gilt seit Montag (25.1.) eine neue Regelung für das Tragen von medizinischen Schutzmasken. Laut dieser ist das Tragen eines medizinischen Mundschutzes verpflichtend in „Einzelhandelsgeschäften, Apotheken, Tankstellen, Banken usw. sowie in Arztpraxen und vergleichbaren medizinischen Einrichtungen, im ÖPNV – auch an Bahnhöfen und Haltestellen und während Gottesdiensten und anderen Versammlungen zur Religionsausübung auch am Sitzplatz.“

Medizinische Masken im Sinne der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sind sogenannte OP-Masken der Norm EN 14683 (muss auf der Verkaufsverpackung angegeben sein) oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2. So schreibt es das Land NRW auf seiner Internetseite im FAQ zum Coronavirus.

Wenig Gegenwind von Seiten der Kunden

Der Einzelhandel in Selm stellt sich darauf ein – so war es auch bei den Kundinnen und Kunden. „Die Maske gehört seit Monaten fest zum Alltag dazu. Daneben sind in den vergangenen Wochen bereits viele Kunden auf medizinische Masken umgestiegen. Vor diesem Hintergrund haben wir bislang keine großen Veränderungen wahrnehmen können“, sagt Edeka-Pressesprecherin Kerstin Holla. Und auch Martin Humpert, Inhaber des Edeka-Geschäfts in der Altstadt, berichtet von milden Reaktionen mit vereinzelten Zwischenfällen.

„Wir haben hin und wieder Leute, die mit Stoffmasken kommen und sich dann ärgern, wenn wir sie freundlich darauf ansprechen. Einer ist dann sogar gegangen. Aber ansonsten wird das gut angenommen.“ Stattdessen habe es mehr Ärger über eine neu eingeführte Korbwagenpflicht im Edeka Humpert gegeben als über die Neu-Regelung mit den medizinischen Masken. Einen Ansturm auf die OP-Masken habe Humpert bisher nicht erlebt. „Es ist eher so, dass die FFP2-Masken momentan gut verkauft werden. Unsere OP-Masken gehen nicht so gut weg.“ Darauf wolle man sich aber noch einstellen.

Positive Rückmeldung der Kunden

Auch andere Einzelhandelsunternehmer in Selm geben positive Rückmeldung zu den ersten Tagen nach der neuen Verordnung. „Bislang spüren wir, dass ein absoluter Großteil unserer Kunden die Maskenpflicht wie auch alle weiteren Schutzmaßnahmen in den Märkten ernst nimmt und positiv mitträgt“, sagt etwa Aldi-Nord-Pressesprecher Christian Salmen. Ein Aldi-Kunde in Selm bestätigt dies, sagt aber auch: „Ich finde es okay, es muss sein, damit wir die Zahlen runterkriegen, aber es ist mir auf Dauer zu teuer.“ Er hoffe, dass die medizinische Maskenpflicht nur temporär sei und spätestens nach dem Lockdown wieder gelockert wird.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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