Overbergschule

Overbergschüler spüren dem Glück nach – auch in vermeintlich kleinen Dingen

„Was macht mich glücklich?“ Die aktuelle Projektwoche in der Overbergschule spürt unter Coronabedingungen dem Glück nach. Dem kleinen und großen Glück.
Glück kann so einfach sein. Denkt sich auch Overbergschülerin Leonie und hat ein vierblättriges Kleeblatt und einen süßen Marienkäfer gemalt. © Foto Brunsmann

Luca aus dem dritten Jahrgang hat seine ganz eigenen Vorstellungen, was für ihn Glück bedeutet. In einer coronabedingten Videokonferenz der Overbergschule erzählt er: „Ich habe an einem Tag 2 Euro verloren und kurz danach habe ich einen 5-Euro-Schein gefunden.“ „Da hatte ich aber wirklich Glück im Unglück“, fügt er schelmisch lächelnd hinzu. „Und ich war einmal mit meinem Papa angeln. Plötzlich bin ich am Ufer ausgerutscht und wäre fast ins Wasser gefallen. Aber mein Papa konnte mich noch rechtzeitig festhalten.“ Die Erleichterung über das erlebte Glück ist Leo noch anzumerken. Auch Mariana hatte schon einmal richtig Glück: „Ich wollte eine Straße überqueren und habe auch richtig nach links und rechts geguckt. Aber als ich gerade in der Mitte war, kam plötzlich ein Auto angeschossen. Der Fahrer konnte aber noch rechtzeitig bremsen.“ Auch sie ist froh, in diesem Moment Glück gehabt zu haben.

Mit Freude erzählen die Kinder von ihren Glückserlebnissen. Dazu angeregt wurden sie im Rahmen einer Projektwoche, die der 3. und 4. Jahrgang der Overbergschule in dieser Woche durchführt. „Wir wollen in dieser besonders für unsere Schüler und Schülerinnen schwierigen Zeit den Blick darauf lenken, dass es immer noch kleine und große Glücksmomente gibt. Auch in dieser emotional stark belasteten Zeit gibt es noch genügend Gelegenheiten, sich zu freuen“, so die Lehrerin Claudia Brunsmann.

Bücher, Videos, Lieder, Basteln

Mit thematisch passenden Bilderbüchern, Videos, Liedern und Bastelangeboten wird darüber nachgedacht, wie man merkt, dass man glücklich ist oder ob und wie man das Glück suchen und finden kann. Kann man das Sprichwort „Glück wird größer, wenn man es teilt“ auch praktisch umsetzen? Ja, sind sich die Kinder sicher. „Wenn ich meiner Oma einen Brief schreibe, freuen wir uns beide“, meint Mia. Auch das Führen eines Glückstagebuches soll helfen, sich täglich auf das kleine und vielleicht auch große Glück zu besinnen.

„Eine große Freude wird sein, wenn wir uns alle in der Schule wiedersehen“, so die Lehrerin Sabine Kalan. „Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller“. Darauf freut sich auch Luca, vielleicht sogar mehr, als über ein gefundenes Geldstück.

Für eine bessere Planbarkeit hat das Schulamt des Kreises Unna allerdings in Rücksprache mit der Oberen Schulaufsicht, der Bezirksregierung Arnsberg, nun informiert, dass eine Rückkehr in den Wechselunterricht frühestens für Montag, 17. Mai, zu erwarten ist. Laut der Stadtverwaltung Selm bedeutet das, dass selbst, wenn die Inzidenz im Kreis Unna die nächsten Tage weiterhin stabil unter 165 bleibt, in der kommenden Woche noch der Distanzunterricht in den Schulen laufen wird.

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