Offener Ganztag Selm: Neue Möbel sind Investition in die Zukunft

dzOffene Ganztagsbetreuung

Die Offene Ganztagsbetreuung hat sich auch in Selm geändert. Vom reinen „Bespielen“ hin zu pädagogisch sinnvollen Angeboten. Der Wandel macht sich auch im Mobiliar bemerkbar.

Selm, Bork, Cappenberg

, 04.01.2020, 08:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Verein Ganz Selm organisiert in Selm die Offene Ganztagsbetreuung an den Schulen. Er stellt die Mitarbeiter und kümmert sich auch darum, dass aus qualitätvoller Betreuung noch qualitätvollere Betreuung wird. Und dieses Bemühen zeigt Erfolge.

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Mit Hilfe von Spenden des Lensing-Media-Hilfswerks und der Volksbank konnte der Verein neues Mobiliar für die Ganztagsbetreuung in den Schulen anschaffen. Im Wort Mobiliar steckt das Wörtchen mobil. Also beweglich.

Vielseitig verwendbar

Genau das zeichnet die Neuanschaffungen aus. Sie sind beweglich einsetzbar, vielseitig verwendbar. Das ist wichtig, wie Nina Grumme, Leiterin der Offenen Ganztagsbetreuung an der Grundschule Auf den Äckern an den Standorten Bork und Cappenberg, im Gespräch mit der Redaktion erklärt.

„Wir haben Bänke angeschafft, die extra von der Schreinerei Bauhaus in Bork hergestellt worden sind“, sagt Nina Grumme. „Diese Bänke sollen nicht nur Sitzgelegenheiten sein, sondern können vielfältig verwendet werden.“ Teilweise drehen die Kinder die Bänke einfach um und balancieren auf ihnen, berichtet die Ganz-Selm-Mitarbeiterin. Andere nutzen die Bänke, um mit ihnen etwas zu bauen.

Kunstwerk auf einer Bank

Nehmen wir mal Jonas und A´ron. Die beiden Jungs haben im OGS-Bereich der Äckernschule in Bork kurzerhand zwei Türme aus Spielsteinen auf einer Bank gebaut. „Nicht dran wackeln, die fallen sonst um“, warnt Jonas. Das Kunstwerk gefällt nicht nur den Jungs, sondern zieht auch bewundernde Blicke anderer Kinder auf sich.

Offener Ganztag Selm: Neue Möbel sind Investition in die Zukunft

Tyler nutzt die Bank als Rampe für Autos. © Arndt Brede

Tyler wiederum hat mit Holzsteinen auf einer Bank eine Rampe gebaut und lässt ein Auto nach dem anderen über die schiefe Ebene laufen.

Genau diese Kreativität wollen die Mitarbeiter von Ganz Selm fördern. Da helfen die neu angeschafften Bänke ungemein.

Überall hin mitnehmbar

Die Mädchen und Jungen, die an der Offenen Ganztagsbetreuung teilnehmen, dürfen die Bänke laut Nina Grumme nämlich „überall hin mitnehmen“. So stehen Bänke auch im Eingangsbereich des OGS-Trakts und erleichtern das Warten auf das Mittagessen: sitzen statt Schlange stehen.

Im Sommer können die Bänke auch mit auf den Schulhof genommen werden.

Offener Ganztag Selm: Neue Möbel sind Investition in die Zukunft

Nina Grumme leitet die Offene Ganztagsbetreuung an der Äckernschule in Bork und Cappenberg. © Arndt Brede

Die Bänke für die Ganztagsbetreuung in Bork sind übrigens kurz vor Heiligabend geliefert worden. „Das Christkind hat es aber nicht mehr geschafft, Sitzkisten und die zum Aufbewahren geeigneten Rollcontainer liefern“, berichtet Nina Grumme schmunzelnd.

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Kinder brauchen Bewegung

Warum gerade solche beweglichen Möbel wichtig sind, erklärt Nina Grumme so: „Bei uns sollen sich die Kinder bewegen dürfen. Sie kommen aus der Schule und sitzen dann an Tischen und malen. Das sollen sie nicht mehr. Die Kinder brauchen Bewegung. Dazu können sie die Bänke im Toberaum zum Beispiel als Rutsche benutzen. Sie sind frei, das in der Bewegung zu tun, was sie möchten.“

Worauf der Verein Ganz Selm bei der Anschaffung besonders geachtet, ist Nachhaltigkeit. Schriftführer Lothar Kirchner: „Die Möbel werden mit Sicherheit lange verwendet werden. Dass sie aus Holz sind, war ebenfalls ein wichtiges Auswahlkriterium.“ Eine Investition in die Zukunft nennt Kirchner das.

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Das trifft es ziemlich genau. Schließlich könnte bald eine Umstellung auf den verbindlichen Ganztag dazu führen, dass Schulunterricht und Betreuung nicht mehr zeitscharf getrennt werden, sondern sich verzahnen. Gut, wenn dann bewegliches Mobiliar zur Verfügung steht.

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