NRW-Warntag: Zwölf Sirenen heulen am Donnerstag in Selm, Bork und Cappenberg

Sirenenalarm

Am Donnerstag, 10. September ist wieder landesweiter Warntag. Um 11 Uhr heulen auch die Sirenen in Selm. Was zu hören ist und warum ältere Menschen die Signale eher kennen als die Jüngeren.

Selm, Bork, Cappenberg

von Carina Strauß, Sabine Geschwinder

, 06.09.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Sirene befindet sich auf dem Feuerwehrhaus in Selm.

Diese Sirene befindet sich auf dem Feuerwehrhaus in Selm. © Carina Strauß

Eine Minute Dauerton (Entwarnung), eine Minute auf- und abschwellender Ton (Warnung vor Gefahr) und dann wieder eine Minute Dauerton (Entwarnung). In dieser Reihenfolge werden die Signaltöne der Sirenen in der Stadt am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr zu hören sein. Anlass ist der landesweite NRW-Warntag. Nach einem „Warnerlass“ des NRW-Innenministeriums soll dieser Warntag jeweils am ersten Donnerstag im März und September stattfinden. Der Warntag im März fiel allerdings unmittelbar in die Hochphase der Corona-Pandemie hinein. Um die Bevölkerung nicht zu verunsichern, war er abgesagt worden.

Bürger werden sensibilisiert

Thomas Isermann von der Feuerwehr Selm sieht den Warntag als eine Möglichkeit, die Bürger für die Warnsignale zu sensibilisieren und die Akzeptanz zu steigern. Aber „ältere Leute akzeptieren es vielleicht eher als die Jüngeren, weil sie es noch von früher kennen.“

„Angst muss niemand haben, Ahnung schon“, meint Landrat Michael Makiolla. Er wirbt dafür, sich im Vorfeld über die Signale zu informieren, sie sich einzuprägen und dann am 10. September genau hinzuhören.

Genau hinhören und dann handeln

Ein An- und abschwellender Ton, eine Minute lang, bedeutet: Warnung. Das heißt: Radio einschalten, auf Durchsagen achten, Informationen über das Internet einholen. Ein Dauerton, eine Minute lang, Bedeutung: Entwarnung. Wer sich die Töne vorab anhören möchte, kann das auch auf der Seite des Innenminsteriums NRW tun.

Das Problem: Früher gab es laut NRW- Innenministerium ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes. Nach dem Ende des Kalten Krieges sei dieses jedoch vom Bund aufgegeben worden. Im Zuge dessen wurden viele Sirenen abgebaut.

Zwölf Sirenen in Selm

In Selm, Bork, Cappenberg und Netteberge gibt es insgesamt zwölf Sirenenstandorte. Derzeit seien auch keine neuen Sirenen geplant, so Malte Woesmann von der Stadt Selm. Allerdings würden die älteren Sirenen nach und nach ausgetauscht.

Parallel zu den Sirenen wird pünktlich um 11 Uhr auch die über die kostenfreie Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) eine Probewarnmeldung versendet, teilt der Kreis Unna mit. Die App bietet - wenn denn einmal der Ernstfall eintritt, auch konkrete Handlungsempfehlungen für die jeweilige Gefahrenlage, so der Kreis.

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