Auf dem beliebten Spielplatz im Auenpark gilt weiterhin die Maskenpflicht. © Arndt Brede (A)
Coronavirus

Neue Verordnung: Ordnungsamt kontrolliert stark besuchte Plätze in Selm

Das Land NRW hat die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht. Vor allem das strengere Kontaktverbot könnte auf Spielplätzen zu Problemen führen. Wir reagiert das Selmer Ordnungsamt?

Ab Montag (11. Januar) sind nur noch Treffen mit maximal einer Person aus einem anderen Haushalt erlaubt: Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW enthält die erwartete Verschärfung der Regeln – auch wenn die ebenfalls diskutierte Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer ab einer Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner) von mehr als 200 nicht aufgeführt ist. In einem solchen Fall sollten Kreise und Kommunen selbst entscheiden, wie sie reagieren.

Selms Stadtsprecher Malte Woesmann bleibt in dieser Sache gelassen: „Nach derzeitiger Datenlage ist der Kreis Unna von einer Inzidenz von mehr als 200 weit entfernt.“ Auch Kreissprecher Max Rolke hatte erklärt, dass es im Moment ganz gut aussehe: „Aber das kann sich schnell ändern.“ Am Freitagmorgen lag die Inzidenz im Kreis Unna laut des Landeszentrums für Gesundheit in Bochum bei 122,7. Sollte sie auf über 200 ansteigen, sei noch unklar, ob ein 15-Kilometer-Radius nur für einzelne, betroffene Kreisstädte gelte oder ab der jeweiligen Kreisgrenze.

So oder so müsste der Kreis Unna im Falle einer Inzidenz von mehr als 200 eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die dann für alle Kreiskommunen gelten würde. „Die Stadtverwaltung ist zur Umsetzung der Corona-Schutzverordnung in einem regelmäßigen Austausch mit dem Kreis Unna“, sagt dazu Malte Woesmann. „Insofern würden Inhalte eine Allgemeinverordnung des Kreises auch unter Beteiligung der Kommunen erfolgen.“ Allerdings weist Woesmann auch darauf hin, dass sich wiederum der Kreis Unna für eine solche Allgemeinverfügung mit dem zuständigen Landesministerium ins Benehmen setzen muss.

Ordnungsamt kontrolliert stark besuchte Orte

Fest steht hingegen: Ab Montag gilt das eingeschränkte Kontaktverbot. Und damit geraten beliebte Ausflugsziele wie der Auenpark und sein Spielplatz in den Fokus. Der Stadtsprecher stellt für Selm jedoch klar: „Die Spielplätze sind grundsätzlich geöffnet.“ Zum einen dürften Kinder ohnehin den Mindestabstand unterschreiten, zum anderen habe sich bei den Kontrollen der vergangenen Tage nicht bestätigt, dass sich an Spielplätzen eine unverhältnismäßige Anzahl an Personen aufgehalten hätte: „Unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung waren überwiegend Kleingruppen anzutreffen.“

Die Stadt geht davon aus, dass das auch unter der neuen, verschärften Schutzverordnung so sein wird. Entsprechend wird sich für das Selmer Ordnungsamt nichts ändern: „Insgesamt sind es zwölf Kolleginnen und Kollegen im Außendienst, die in unterschiedlicher Besetzung und zu unterschiedlichen Uhrzeiten bedarfsgerecht im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden“, so Woesmann. „Kontrolliert wird vor allem dort, wo viele Menschen zusammenkommen, wie Schulhöfe, Auenpark oder Skatepark.“

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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