Naturschutz: Wenn die Brutzeit beginnt und der Baumschnitt warten muss

Baumschnitt

Nur noch drei Wochen dürfen Bäume und Hecken beschnitten werden. Danach müssen Astschere und Co. bis September im Schuppen bleiben - mit einigen Ausnahmen.

Selm

, 09.02.2020, 14:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Naturschutz: Wenn die Brutzeit beginnt und der Baumschnitt warten muss

Eingewachsenes Kernobst wie ein Apfelbaum lässt sich im Winter gut schneiden. © picture alliance / dpa

Ab dem 1. März beginnt für viele Vögel die Brutzeit. Sie nisten sich in Bäumen und Hecken ein und nutzen dies als Fortpflanzungs- und Ruheort. Ab dann gilt auch das bundesweite Fäll- und Schnittverbot. Dies ist im Bundesnaturschutzgesetz geregelt.

Demnach dürfen außerhalb des Waldes - wo der Förster für die Fällungen verantwortlich ist - keine Büsche, Hecken und Bäume mehr beschnitten werden. Davon ausgeschlossen sind jedoch Bäume, die in Privatgärten, im Kleingarten, im Gartenbau, auf Grünanlagen, Sportplätzen oder Friedhöfen stehen.

Aber auch hier gibt es eine Bedingung: Dort dürfen keine Vögel oder besonders geschützte Arten wie zum Beispiel Fledermäuse nisten.

Straßen.NRW beschneiden aktuell Bäume

„Das Baumschnittverbot gilt also erst einmal nur Bäume in freier Landschaft, die zum Beispiel auf Privatgrundstücke reichen oder am Straßenrand stehen“, fasst Max Rolke, Pressesprecher vom Kreis Unna, die Situation zusammen. Deswegen sei Straßen.NRW gerade schon fleißig dabei, Bäume und Sträucher an Straßenrändern zurückzuschneiden.

Den richtigen Zeitpunkt für den Baumschnitt könne man sich selbst aussuchen, erklärt Rolke. „Da es keinen wirklichen Frost gab, hätte man bestimmt auch schon im Januar schneiden können.“ Wichtig sei es aber generell, sich zu informieren, wann und wo dies erlaubt ist.

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