Ein 34-Jähriger steht jetzt vor Landgericht wegen des Vorwurfs, im Herbst 2018 einen 73-jährigen Selmer überfallen zu haben. Damals war auch ein Hubschrauber zur Fahndung eingesetzt worden. © Sylvia vom Hofe (Archiv)
Landgericht

Nächster Anlauf im Prozess um Raubüberfall auf Selmer Rentner

Nach einer Schöffen-Panne beim letzten Versuch soll am kommenden Montag in Dortmund endlich der Prozess um einen brutalen Raubüberfall auf einen Rentner in Selm beginnen.

Nachdem der Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein erstes Urteil des Dortmunder Landgerichts aufgehoben und den Fall zur erneuten Verhandlung an eine andere Strafkammer zurückverwiesen hat, ist die Frage der Bestrafung des Angeklagten weiterhin völlig offen.

Vor allem müssen die jetzigen Richter die Rolle des bisher unbekannten Mittäters noch einmal genauer in den Blick nehmen. Klar ist, dass der Rentner bei dem Überfall in dessen Einfamilienhaus gefesselt und durch Schläge verletzt wurde. Unklar ist jedoch, welcher der beiden Täter die Misshandlungen vorgenommen hat und ob der andere davon auch wirklich wusste.

Das Opfer können die Richter leider nicht mehr als Zeugen befragen. Der Rentner war nur wenige Monate nach dem Raubüberfall Ende 2018 verstorben. Sein Sohn hatte dazu im ersten Prozess als Zeuge erklärt: „Die Tat hatte ihm den ganzen Lebensmut genommen.“

Bei dem für Montag geplanten Verhandlungsbeginn werden sich alle Augen vor allem auf die beiden Schöffen richten. Denn als der Prozess vor einigen Tagen schon einmal starten sollte, hatten tatsächlich alle beiden Laienrichter gefehlt.

Eine Frau erklärte der Vorsitzenden Richterin am Telefon, dass sie keine schriftliche Ladung zu dem Termin bekommen habe. Dier andere Schöffin war telefonisch nicht zu erreichen.

Über den Autor

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.