Nach drei Wochen: Krebserregende Eternitplatten liegen immer noch neben der Borker Straße

Wilde Müllkippe

Von einem „besonders dreisten Fall“ illegaler Müllentsorgung war die Rede. Getan hat sich bis heute aber nichts. Inzwischen wächst Gras über die krebseregenden Eternitplatten.

Cappenberg

, 11.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Nach drei Wochen: Krebserregende Eternitplatten liegen immer noch neben der Borker Straße

Die illegal abgeladenen Eternitplatten liegen immer noch an der Straße. Die gute Nachricht: Bislang hat niemand weiteren Müll dazu gelegt, wie es sonst bei wilden Müllkippen oft zu beobachten ist. © Sylvia vom Hofe

Das hat Andreas Schneider, Fachbereichsleiter Abfall beim Kreis Unna, richtig geärgert: Dass Unbekannte „ohne Scham und Scheu“ direkt an der Kreisstraße (Borker Straße) angehalten hätten und ihren Sondermüll dort entsorgt hätten. Das war vor mehr als drei Wochen.

Die 60 Platten aus Krebs erregendem Asbestzement - sogenanntem Eternit -, liegen heute noch immer an der Straße. Nur dass der Haufen aus Dachplatten nicht mehr auf den ersten Blick zu sehen ist. So ist das Gras inzwischen gewachsen.

Warum die Entsorgung so lange dauert? Der Kreis Unna hat für Mittwoch, 12. Juni, dazu eine Stellungnahme angekündigt. Fest steht: Es ist gar nicht so leicht, die Platten zu entfernen. Das Team des Bauhofes des Kreises etwa kann diese Aufgabe nicht erledigen.

Fachfirma muss kommen

So lange die Platten nicht bewegt werden, geht von ihnen keine Gefahr aus. Sobald sie angehoben werden, ist das aber anders. Für die Entsorgung des krebserregenden Materials seien Fachleute nötig, die nicht nur die Erfahrung, sondern auch die entsprechende Ausrüstung besitzen, um die Platten zu bewegen und zur einzigen dafür geeigneten Deponie im Kreis Unna zu bringen: nach Kamen-Heeren-Werve. Die Entsorgung dort kostet 200 Euro pro Tonne. Die Kosten für die Dienstleistung durch die Fachfirma kommen noch dazu.

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