Da war die Welt noch halbwegs in Ordnung und Corona eher am Rande ein öffentliches Thema. Doch der aktuelle Polizeianwärter-Jahrgang des LAFP hat jetzt mit Regeln zu tun, die Abstand gebieten. Um Infektionen möglichst zu verhindern. © Arndt Brede (Archiv)
LAFP Bork

Nach Coronafällen bei Polizeiausbildung in Bork lobt LAFP Hygienekonzept

Die aktuellen Coronafälle am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei NRW in Bork werfen Fragen auf. Was macht das LAFP, um Infektionen zu minimieren?

Sieben Lehrende, neun Kontaktpersonen der Lehrenden, fünf Kommissaranwärter und 13 von ihren Kontaktpersonen – alle am LAFP-Standort Bork eingesetzt – sind wegen Coronainfektionen in Quarantäne beziehungsweise vorerst freigestellt. Das LAFP hatte unserer Redaktion mitgeteilt, dass es unter anderem Corona-Schnelltests bei Mitarbeitern gegeben habe, um auszuschließen, „dass sich hier ein möglicher Infektionsherd gebildet hat“. Dass alle Schnelltests negativ verlaufen seien, bewertet das LAFP als „Beleg für die Wirksamkeit unserer Hygienekonzepte“.

Wie sehen diese Konzepte aus? Grundsätzlich gilt laut LAFP-Pressestelle Folgendes: „Die Sorge um die Gewährleistung eines umfassenden Gesundheitsschutzes können wir sehr gut nachvollziehen. Sie können versichert sein, dass wir als Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW mit insgesamt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (ohne Studierendenanzahl!) an fünf Standorten in NRW sehr verantwortungsvoll mit der Pandemiesituation umgehen und alle dazu erforderlichen Maßnahmen umsetzen.“

LAFP: Infektionszahlen auf niedrigem Niveau

Konkret zu den Konzepten schreibt das LAFP der Redaktion: „Vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie hat das LAFP bereits in den Anfängen der Pandemie umfangreiche Anpassungen an der Ausbildung (Training) und Fortbildung landesweit in allen Standorten der Landesoberbehörde vorgenommen und führt diese kontinuierlich und lageangepasst fort.

So wird bei allen Maßnahmen durch Einhaltung von Abstandregelungen, der Nutzung entsprechender Schutzausstattung (Medizinische Masken wie OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbare Masken -KN95/N95-), Hygienekonzepte und persönliche Hygienemaßnahmen sowie umfassende ablauforganisatorische Maßnahmen sichergestellt, dass die grundsätzlichen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zur Verhinderung einer weiteren Verbreitung des Coronavirus eingehalten werden. Die bisher geringen Infektionszahlen beim LAFP NRW, die arbeitstäglich durch einen Pandemiestab erfasst und ausgewertet werden, bestätigen die bisherige Wirksamkeit unserer Konzepte und Maßnahmen.“ Landesweit bewegten sich die Infektionszahlen bei den rund 6.900 Studierenden an allen LAFP-Standorten „insgesamt seit Beginn der Pandemie auf einem sehr niedrigen Niveau“.

Zu den Maßnahmen des LAFP gehöre auch am Standort Bork dieses: „Darüber hinaus werden die Studierenden im LAFP NRW durch ihre Lehrenden fortlaufend dazu angehalten, nicht nur im dienstlichen, sondern auch im privaten Bereich die Vorschriften der gültigen Coronaschutzverordnung sowie die Hygiene- und Infektionsschutzstandards vollumfänglich zu beachten.“

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