Mit Video: Dach schwebt mit Verspätung auf dem Kirchenanbau in Bork ein

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Knapp eine Stunde brauchten die Mitarbeiter der Zimmerei Kemler, um Holzplatten zu einem Dach auf dem Anbau der evangelischen Trinitatis-Kirche in Bork zusammenzufügen. Millimeterarbeit.

Bork

, 13.05.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte der Holzanbau an der evangelischen Trinitatis-Kirche schon am Dienstag, 12. Mai, ein Dach bekommen. Doch die dafür vorgesehenen Holzplatten waren falsch herum auf den Tieflader gelegt worden, so dass der Kran sie nicht hatte einschweben lassen. Also mussten die Platten zurück zum Werk bei der Firma Poppensieker & Derix GmbH & Co. KG in Westerkappeln. Dort wurden sie gedreht.

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Am Mittwoch, 13. Mai, kam der Tieflader mit den Holzplatten, die diesmal richtig auflagen, zum Kirchengelände an der Waltroper Straße. Und dann ging alles ganz schnell. Rund eine Stunde benötigten die Mitarbeiter der Firma Kemler und der Kranführer der Firma Preun, um erstens nach und nach die vier Platten hochzuhieven, zweitens die überdimensionalen Puzzleteile einzufügen und drittens die Holzteile zu befestigen.

Sieht aus wie ein Raumschiff, ist aber die letzte der vier Holzplatten, die eingefügt wurden.

Sieht aus wie ein Raumschiff, ist aber die letzte der vier Holzplatten, die eingefügt wurden. © Arndt Brede

Um kurz nach 13.30 Uhr war diese Aufgabe erfüllt. Klingt einfach, war es aber nicht. Na klar, die Holzplatten hatte die Firma Poppensieker & Derix passgenau für den schon stehenden „Rohbau“ aus Holz gefertigt. Aber die Umgebung und handwerkliche Notwendigkeit hatten doch noch einige kniffelige Aufgaben parat.

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So schwebte das Dach auf den Anbau der Kirche

So mussten die Holzplatten so ausbalanciert werden, dass sie weder gegen Zäune noch gegen Bäume stießen. Hat geklappt. Und auch die Tatsache, dass das Gerüst, das den Arbeitern ermöglicht, den Anbau zu erklettern, hier und da ein sofortiges, passgenaues Auflegen der Platten zunächst verhinderte, war kein Problem für die Handwerker. Die Absprache zwischen den Zimmerleuten und dem Kranführer - sei es durch Worte oder durch Zeichen - klappte. Mit viel Fingerspitzengefühl gelang es dem ganzen Team, das Dach aufzulegen.

Kirche und Anbau werden eine funktionale Einheit bilden.

Kirche und Anbau werden eine funktionale Einheit bilden. © Arndt Brede

Sehr zur Freude von zwei Frauen, die das Geschehen aufmerksam verfolgten: Architektin Manuela Kletzel und die evangelische Pfarrerin Antje Wischmeyer. „Das hat ja perfekt geklappt“, erklärte die Architektin. Und die Pfarrerin sagte: „Ich bin begeistert, und ich stelle mir das schön vor, wenn es fertig ist.“

Jetzt gilt es, die Holzbalken mit vielen Fenstern zu versehen und einige Verdunkelungselemente anzubringen. Mittels eines Durchbruchs wird dann eine Verbindung aus der Kirche heraus zum Anbau geschaffen. Die Kirche wird auch noch innen renoviert. Sodass, wenn nichts dazwischen kommt, das Gesamtensemble aus Kirche und Anbau Ende des Jahres freigegeben werden kann.

Jetzt hat der Anbau schon mal ein Dach.

Jetzt hat der Anbau schon mal ein Dach. © Arndt Brede

Der Anbau ist eingeplant worden, weil das Walter-Gerhard-Haus als Gemeindezentrum abgerissen wird und Wohnraum weicht.

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