Mehr Schutz für Radfahrer in Selm: Stadt warnt vor höheren Bußgeldern

Straßenverkehrsordnung

Ein neuer Bußgeldkatalog könnte auch in Selm für höhere Strafen sorgen - etwa für Autofahrer, die an der Kreisstraße falsch parken. Auch zu wenig Abstand zu Radfahrern zu halten, ist jetzt teurer.

Selm

, 11.05.2020, 14:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wer an der Kreisstraße im Selmer Zentrum illegal auf dem Geh- oder Radweg parkt, muss künftig bis zu 100 Euro bezahlen.

Wer an der Kreisstraße im Selmer Zentrum illegal auf dem Geh- oder Radweg parkt, muss künftig bis zu 100 Euro bezahlen. © Arndt Brede

Mit einer Neuerung der Straßenverkehrsordnung, die höhere Bußgelder vorsieht, sollen besonders Fußgänger und Radfahrer besser geschützt werden. Auch in Selm. „Die neuen Regeln sollen insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer stärken“, erklärt Julia Schmidt, verantwortlich für Mobilität bei der Stadt.

Fahrradzonen statt einzelner Fahrradstraßen

Radfahrer dürfen ab sofort zum Beispiel innerorts nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern überholt werden. Zudem ist das Nebeneinanderfahren, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert werden, nicht mehr nur auf Fahrradstraßen erlaubt. Erleichtert wird auch das Einrichten von Fahrradzonen, sodass nicht viele einzelne Straßen als Fahrradstraße ausgezeichnet werden müssen. „Damit werden wir den Radverkehr in Selm stärken können“, sagt Julia Schmidt.

Bis zu 100 Euro für falsches Parken mit Gefährdung

Die Neuerungen sehen auch höhere Geldbußen für das falsche Parken auf Geh- und Radwegen vor. Bis zu 100 Euro (plus einen Punkt) kostet es ab sofort, wenn dort andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder behindert werden. Wer auf einem Radfahr-Schutzstreifen parkt, der muss ebenfalls bis zu 100 Euro zahlen. Wer also zum Bespiel auf der Kreisstraße auf dem Geh- oder Radweg parkt, muss ab sofort deutlich tiefer in die Taschen greifen.

Zwar liege durch mehr Einsätze in der Coronazeit der Schwerpunkt der Stadt nicht unbedingt auf der Überwachung des ruhenden Verkehrs, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann. Es werde aber kontrolliert.

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