Maisfeld-Besuch statt Urlaub: Maislabyrinth in Selm 2020 noch beliebter

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Das Maislabyrinth auf Hof Lünemann ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auch in Zeiten von Corona tollen Familien durch das Maisfeld. Damit das klappt, wurde das Maislabyrinth angepasst.

Selm

, 09.09.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit einigen Jahren ist das Maislabyrinth von Benedikt Lünemann in Selm ein echter Blickfang und ein Ausflugsziel für Klein und Groß. In diesem Jahr ist das Feld besonders beliebt. Das liegt nicht am diesjährigen Europa-Motiv, sondern laut Lünemann eher daran, dass die Familien nicht in den Urlaub geflogen sind. „Die Leute sind Zuhause geblieben. Man merkt, dass das Interesse an der Natur und dem nahen Umfeld steigt. Trotz der Corona-Situation wollen die Familien einen schönen Tag verbringen. Auch unser Hofcafé hat in den letzten Wochen mehr Gäste empfangen“, sagt er auf Anfrage der Redaktion.

Viel frische Luft im Labyrinth

Ein weiterer Pluspunkt des Labyrinthes: Es ist an der frischen Luft. Dort ist die Ansteckungsgefahr im Vergleich zu Indoor-Aktivitäten relativ gering. „Wir müssen uns keine großen Gedanken um die Einhaltung der Abstände machen. Das Feld ist so weitläufig, da können sich die Besucher problemlos aus dem Weg gehen. Das ist nicht anders als bei einem Waldspaziergang“, sagt Lünemann.

Das Maislabyrinth bekam im vergangenen Jahr internationale Aufmerksamkeit: Das Motto war 2019 die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ - Greta Thunberg selbst hörte von dem außergewöhnlichen Kunstwerk im Mais und teilte das Foto aus Selm auf ihrem Twitter-Account, den 4,1 Millionen Menschen aus der ganzen Welt abonniert haben.

Europa statt Corona

Lünemann lässt sich jedes Jahr neue Motive für das Labyrinth einfallen. In der Regel sind die inspiriert von aktuellen Themen. Das Coronavirus hätte Potential für ein Maisbild gehabt - Lünemann sei dazu aber keine bildliche Umsetzung in den Sinn gekommen. Deshalb steht das Maisfeld stattdessen ganz im Zeichen von Europa. Rund 15 Stunden dauerte es, das Labyrinth in das Feld zu mähen - weitere 25 Stunden brauchte es für die Planung und die Einstellung der GPS-Technik. Weil die zwischendurch scheiterte, hat Lünemann stellenweise nach Augenmaß gearbeitet.

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Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sind die Gänge in diesem Jahr 3 statt 1,5 Meter breit. Spiele, bei denen man Dinge anfassen muss (z.B. Dosenwerfen) gibt es in diesem Jahr nicht im Labyrinth. Geöffnet ist das Labyrinth bis Halloween (31. Oktober) - dann gibt es auch wieder ein Halloween-Event mit Erschreckern und Grusel-Deko. Laut Lünemann mache es für die Besucher übrigens keinen Unterschied, ob sie sich im August oder Oktober durchs Maisfeld kämpfen: Der Mais sei höhenmäßig bereits ausgewachsen und würde nur noch reifen. Allerdings werde in etwa drei Wochen bereits ein Teil des Maislabyrinthes abgeerntet.

Eintritt und Öffnungszeiten

Der Besuch des Maislabyrinthes kostet für Kinder 2,30 Euro und für Erwachsene 2,80 Euro. Es ist zeitgleich mit dem Hofcafé von Freitag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Hof Lünemann liegt an der Borker Straße 73 in Selm.
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