Den Schulweg zur Ludgerischule beschreiten Daniela Surholt und ihre Töchter Hannah (Mitte) und Louisa mit mulmigen Gefühlen. Jetzt, in Coronazeiten, geht das entspannter. Weil nicht so viel Verkehr auf der Südkirchener Straße zur Schule fließt. © Arndt Brede
Südkirchener Straße

Lösung für sichereren Schulweg auf Südkirchener Straße auf Weg gebracht

Der Schulweg zur Ludgerischule ist für die betroffenen Kinder nicht gerade ungefährlich. Sagen Eltern. Sagen Lehrkräfte. Sagt auch die CDU. Es kommt Bewegung in die Sache.

Rund 300 Mädchen und Jungen besuchen die Ludgerischule an der Südkirchener Straße. Mal unabhängig davon, dass Coronapandemie und Distanzunterricht die Zahl derer, die die Schule derzeit tatsächlich besuchen, drastisch minimiert hat, ist der Schulweg zu normalen Zeiten außerhalb der Coronazeiten nicht ungefährlich.

Die CDU-Ratsfraktion hat einen Prüfauftrag an die Stadtverwaltung gestellt, um Gefahren abzustellen. „Die Elternpflegschaft hat an die CDU-Fraktion herangetragen, dass die Schülerinnen und Schüler der Ludgerischule auf ihrem täglichen Schulweg vielen Gefahren ausgesetzt sind“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion. Dass es rund um den Bereich der Südkirchener Straße einige Problemstellen gibt, sei schon länger bekannt.

Endlich an der Ludgerischule angekommen: (v.l.) Hannah, Louisa und Daniela Surholt.
Endlich an der Ludgerischule angekommen: (v.l.) Hannah, Louisa und Daniela Surholt. © Arndt Brede © Arndt Brede

Welches sind aber die Gefahrenstellen? Das hat die Redaktion Daniela Surholt gefragt. Sie ist Mutter zweier Ludgerischülerinnen (erste und vierte Klasse) und schildert aus eigenem Erleben, wie es in Nicht-Coronazeiten morgens auf dem Weg zur Ludgerischule aussieht. „Ich bringe meine Töchter meistens zur Schule, weil ich dann sowieso weiter zur Arbeit fahre. Ich parke dann an der Hol- und Bring-Zone an der Ludgerikirche und begleite sie dann bis zur Schule. Der Gefahrenpunkt ist wirklich die Südkirchener Straße.“

„Die totale Katastrophe“

Und zwar der Bereich zwischen der Einmündung Ludgeristraße und der Bushaltestelle vor der Sekundarschule: „Da sind ja nur ein paar Parkplätze an den Seiten und viele, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, parken in Einfahrten, auf der Straße, teilweise fahren sie bis auf den Schulhof, um ihre Kinder rauszulassen. Wenn wir da mal morgens hergehen, ist das eine totale Katastrophe.“ Zudem halte sich nicht jeder an Tempo 30.

CDU-Prüfauftrag an die Stadt

Die CDU-Fraktion macht im Prüfauftrag an die Verwaltung unter anderem diesen Vorschlag, wie die Situation für die Schulkinder verbessert werden kann: „Eine Idee wäre beispielsweise auf der Südkirchener Straße einen Zebrastreifen einzurichten, um den Schülerinnen und Schülern das Überqueren der Straße bei erhöhtem Verkehrsaufkommen am Morgen sicher zu ermöglichen“, erklärt Fraktionschef Herbert Mengelkamp.

Zum Vorschlag der CDU äußert sich Daniela Surholt so: „Ein Zebrastreifen auf der Südkirchener Straße wäre ja vor allem für die Kinder wichtig, die zur anderen Straßenseite gegenüber der Ludgerischule müssen, um nach Hause zu kommen.“

Auch die Leiterin der Ludgerischule, Stephanie Brockhaus, bemängelt, dass viel zu viel Verkehr die Südkirchener Straße befährt. „Auch Rangierverkehr trotz der Hol- und Bringzonen, aber auch Berufsverkehr. Die Schüler haben da einfach keinen sicheren Übergang vor der Schule.“ Einen Zebrastreifen würde auch sie begrüßen.

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