Lichtkreise über Selm erhellen den Nachthimmel und haben einen simplen Ursprung

dzWetter-Phänomen

Zwei flächige, goldgelbe Lichtflecken sind aus Cappenberg in Richtung Selm und Bork häufig zu beobachten. Das faszinierende Lichtphänomen tritt auf, wenn zwei Faktoren zusammenkommen.

Selm

, 21.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie sehen aus, wie Ufos, findet Fotograf Günther Goldstein. Riesige, kreisrunde Lichtflecken sieht Goldstein nach eigenen Angaben regelmäßig, wenn er aus Cappenberg in Richtung Nordosten nach Bork und Selm blickt.

Erklären kann sich Goldstein dieses Phänomen nicht.

Die beiden goldgelben Lichter hängen unter einer dichten Wolkendecke. Nach außen hin verwaschen die Lichtflecken erst ins Gräuliche, danach ins Bläuliche. Eine dieser Erscheinungen hängt grob geschätzt über Selm, eine weitere viele Kilometer weiter in Richtung Norden.

Das Wetter spielt eine Rolle - aber nicht alleine

Rüdiger Manig, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), hat eine Vermutung, wie das faszinierende Naturschauspiel zustande gekommen sein kann. Dabei spielen nämlich zwei Faktoren entscheidende Rollen: „Über der Region befand sich eine sehr tiefe Wolkenschicht“, antwortet Manig auf eine schriftliche Anfrage dieser Redaktion. Der Fachbegriff für die Wolkenform: Stratus nebulosus. Dabei handelt es sich laut der Internetseite „Wolken Online“ um „eine nebelartige, ziemlich einförmige und graue Schichtwolke“.

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Die zweite Voraussetzung für die leuchtenden Flecken am Himmel: Lichtverschmutzung. So werde die Wolkendecke von der darunter liegenden Stadt angestrahlt. Der DWD-Sprecher habe ähnliche Phänomene schon selbst in vielen Fällen beobachtet.

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