Kommunalwahl 2020: Kolpingjugend Bork lud Politiker zur Diskussion

#ihaveastream

Vor allem um Themen, die die Jugend betreffen, ging es bei der Diskussionsrunde, zu der die Kolpingjugend geladen hatte. Die Veranstaltung wurde über Instagram auch live übertragen.

Selm

18.08.2020, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kolpingjugend hatte Politiker aus Selm zu einer Podiumsdiskussion geladen. Per Livestream wurde sie übertragen.

Die Kolpingjugend hatte Politiker aus Selm zu einer Podiumsdiskussion geladen. Per Livestream wurde sie übertragen. © Kolpingjugend

Kameras und Mikrophone erwarteten die Politiker, als sie am Freitag (14. August) zur politischen Gesprächsrunde der Kolpingjugend im FindUs in Selm eintrafen. Die Kolpingjugend Bork hatte gemeinsam mit dem Diözesanverband unter dem Titel #ihaveastream einen Polit-Talk zur Kommunalwahl organisiert. Das komplette Gespräch wurde dabei gefilmt und im Internet auf Instagram live gestreamt.

Im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen aus Bork schon Gedanken gemacht, welche Themen vor allem sie betreffen. So ging es zunächst um attraktive Jugendräume in Bork und Cappenberg. Dass eine Kneipe nicht das attraktivste ist, darüber waren sich alle Politiker schnell einig. Dann gab es unterschiedliche Lösungsansätze. „Hierfür müsse man nicht unbedingt neu bauen, vielleicht ließe sich auch der leerstehende Schlecker nutzen“, schlug Robin Zimmermann (FDP) vor. Hubert Seier (UWG) war sich sicher, dass auch im Freien attraktive Plätze geschaffen werden können, die mit Bank und Dach zentrumsnah angelegt werden.

Kandidaten setzen auf Dialog bei der Planung

Ralf Piekenbrock (Familienpartei) wies auf die entstehenden Angebote hin. Die Stimmen von Wilhelm Gryczan-Wiese (freier Bürgermeisterkandidat), Daniela Volle (Wir für Selm), Thomas Orlowski (SPD) und Michael Zolda (CDU) waren sich einig, dass solche Räume zusammen mit der Jugend vor Ort gestaltet werden müssen. Bei der Frage nach einem attraktiveren Ortskern in Bork setzten auch die anwesenden Bürgermeisterkandidaten auf Dialog bei der Planung, vor allem mit den Jugendlichen.

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Die Moderatorin Lisa Ricken hatte in der Vorbereitung auch nach Interessen der Landjugend im Ort gefragt, weshalb ein größeres Gesprächsthema auch die Landwirtschaft mit Blühstreifen und die Unterstützung der ansässigen Landwirte war. Hier wies Philipp Schock (Bündnis 90, die Grünen) auf die Wichtigkeit von Blühstreifen hin, um dem Insektensterben entgegen zu wirken. Dabei sollen die Bauern aber keineswegs im Stich gelassen werden.

Aufruf an junge Menschen, ihr Kreuz zu machen

68 verschiedene Personen konnte die Instagramseite der Kolpingjugend Bork in der Stunde Stream verzeichnen. „So viele Jugendliche wären bestimmt nicht zu einer Podiumsdiskussion gekommen“, so Lisa Ricken. „Unser Ziel ist vor allem, dass am 13. September auch junge Menschen ihr Kreuz machen werden, die Kommunalwahl ist schließlich ab 16 Jahren“, ergänzt Johanna Herms aus der Kolpingjugend. Um auch die restlichen jungen Menschen zu erreichen und noch alle Meinungen zu den weiteren Themen zu erfahren, wird der Stream auf der Facebookseite der Kolpingjugend Bork als ganzes Video hochgeladen und steht dann dauerhaft zur Verfügung.

Gefördert wird das Projekt durch #jungesnrw – Perspektiven vor Ort. Es wird gefördert durch den Landesjugendring und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

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