König Jan Schröder hat Kaiser-Ambitionen ohne Bart

SELM Bei Jan Schröder hat sich seit Montagnachmittag einiges verändert. Mit dem 616. Schuss holte er den Vogel von der Stange und ist nun für die nächsten drei Jahre König der Bürgerschützengilde Selm-Beifang. Malte Woesmann sprach mit ihm über seine Regentschaft und wo sein Bart geblieben ist.

15.07.2008, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
König Jan Schröder mit seiner Ehefrau Heidi.

König Jan Schröder mit seiner Ehefrau Heidi.

Herr Schröder, erst einmal herzlichen Glückwunsch. Wie fühlen Sie sich als neuer König?

Schröder: Fantastisch, es war natürlich eine große Freude, als der Vogel endlich heruntergekommen ist. Es war ja ein spannendes Stechen zwischen Olaf Losbrodt und mir.

War denn schon vorher klar, dass Sie König werden wollen, oder haben Sie das kurzfristig entschieden?

Schröder: Am Donnerstag beim Schmücken des Königswagens habe ich mit meiner Frau darüber gesprochen. Ich musste sie zwar etwas überzeugen, aber dann war es klar, dass ich auf den Vogel bis zum Schluss anlege. Ausschlaggebend war auch die schöne Zeit, die wir im Hofstaat von Helmut Jahnke hatten. Meine Frau war da bereits ja Ehrendame.

Jetzt stehen Sie ja ohne Bart da. Eine Wettschuld?

Schröder: Ja. Ich hatte vorher mit Freunden besprochen, dass ich mir den Bart wachsen lasse und wenn der Vogel fällt wieder abrasiere.

Wie ging es denn Montagabend für Sie noch weiter?

Schröder: Zunächst hatten wir einmal einen schönen Königsball im Zelt. Die Wache hat uns dann noch nach Hause begleitet, wo wir dann im Garten gefeiert haben. Gegen 6 Uhr habe ich dann glaube ich die Tür zugemacht.

Das Video, das vom Schützenfest gedreht wurde, wird doch bestimmt einen Platz in ihrer Sammlung finden?

Schröder: Wenn es herauskommt, werde ich es mir natürlich sofort kaufen.

Sie gehen ja jetzt als amtierender König in das Jubiläumsjahr 2010. Dort gibt es ja ein Schützenfest für alle noch lebenden Könige der Bürgerschützengilde. Dürfen wir uns dann vielleicht auch auf einen Jubiläumskönig Jan Schröder freuen?

Schröder: Das wird eine ganz enge Kiste. Das ist etwas ganz Besonderes. Viele wollen da natürlich Kaiser werden. Ich werde auf jeden Fall aber auch mitschießen.

Auf was freuen Sie sich am meisten während ihrer dreijährigen Regentschaft?

Schröder: Zunächst einmal möchte ich den Verein gut repräsentieren. Dazu gibt es ja bereits beim Schützenfest in Bork in ein paar Wochen eine gute Gelegenheit. Dann freue ich mich auch auf den Umzug anlässlich des Stadtjubiläums. Da hoffe ich, dass ich eine große Gruppe von Schützen anführen kann.

Vor einigen Tagen feierten Sie ihren 40. Geburtstag und wollen diesen am Samstag feiern. Ex-König Helmut Jahnke hat scherzhaft gefordert, dass die Fete jetzt noch größer werden muss.

Schröder: Das hab ich gehört. Den Geburtstag werde ich aber privat mit Freunden feiern. Mt den Schützen haben wir das ja schon bereits ausgelassen getan.

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