Auf der Wiese an der Römerstraße soll ein neuer Klimatreffpunkt entstehen. Dort, wo sich Klimatreff-Mitglieder aufgestellt haben. © Arndt Brede
Klimatreff

Klimatreff Selm geht nach außen – mit einem neuen Treffpunkt

Der Klimatreff Selm plant einen neuen Treffpunkt für Menschen, denen der Klimaschutz am Herzen liegt. Passenderweise liegt der geplante Treffpunkt mitten in der Natur.

Der Klimatreff Selm hat einen Verwendungszweck für das Geld gefunden, das mit dem Klimaschutzpreis 2019 verbunden war. Die Gruppe möchte einen Treffpunkt einrichten. Einen öffentlichen Treffpunkt, der für verschiedene Aktionen genutzt werden kann:

  • für eigene Gruppensitzungen;
  • für Workshops und Informationsveranstaltungen;
  • für schulische Veranstaltungen aller Schulformen;
  • für Sachinformationen zum Thema Klimaschutz.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort hatte der Klimatreff zunächst den Auenpark ins Auge gefasst. Warum? „Weil er beliebter Anziehungspunkt ist, zentral gelegen und mit viel Zulauf“, sagt Klimatreff-Mitglied Jeannine Tembaak. Somit könne auch der Klimatreffpunkt von vielen Menschen genutzt werden.

Treffen finden auf Wiese an der Römerstraße statt

Doch der Auenpark scheidet als Treffpunkt aus. Bürgermeister Thomas Orlowski hatte Klimatreff-Sprecher Wilhelm Gryczan-Wiese mitgeteilt, dass er einen Klimatreffpunkt im Auenpark aktuell nicht für umsetzungsfähig halte, wie Gryczan-Wiese der Redaktion gegenüber erklärt. Orlowski hatte aber einen Alternativstandort zur Hand: die Wiese vor dem Römerspielplatz an der Römerstraße. Der Vorschlag fand beim Klimatreff Anklang.

Was die Gestaltung des geplanten Treffpunktes betrifft, hat der Klimatreff genaue Vorstellungen. Es sollen fünf Bäume gepflanzt werden, und zwar fünfeckig angeordnet. Zwischen den einzelnen Bäumen sollen Baumstämme als Sitzgelegenheiten gelegt werden. Am öffentlichen Weg, der von der Römerstraße zum großen Spielplatz führt, sollen dann Holzbretter als Tafeln aufgestellt werden, an denen die Passanten aktuelle Informationen zu lesen bekommen.

So oder so ähnlich soll der Outdoor-Klimatreffpunkt auf der Wiese an der Römerstraße aussehen.
So oder so ähnlich soll der Outdoor-Klimatreffpunkt auf der Wiese an der Römerstraße aussehen. © Wilhelm Gryczan-Wiese © Wilhelm Gryczan-Wiese

Dass der Klimatreff einen neuen Treffpunkt draußen plant, ist wohl auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass er sich noch mehr öffnet. Und so wird die erste öffentlich wirksame Maßnahme sein, den ersten der fünf Bäume für den Treffpunkt am Freitag, 19. März, zu pflanzen. Ein Datum, das die Gruppe ganz bewusst gewählt hat: „Es ist der globale Klimastreiktag“, berichtet Jeannine Tembaak. „Wir treffen uns um 11 Uhr zur Vorbereitung der Pflanzaktion – der Baum und Zubehör wird geliefert“, ergänzt Wilhelm Gryczan-Wiese. Es werde ein Maronenbaum oder eine Esskastanie gepflanzt. „Die Aktion wird unter Einhaltung der Corona-Bedingungen gegen 13 Uhr beendet.“

Und dann, so hoffen die Klimaschützer aus Selm, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Treffpunkt an der Römerstraße identifizieren. Grüne Klassenzimmer könnten dort entstehen, sagt Christina Grave-Leismann vom Klimatreff.

Das sind Maßnahmen, die ganz besonders auch Lea Freese interessieren dürften. Lea Freese ist seit dem 1. Februar 2021 als Klimaschutzmanagerin für die Stadt Selm tätig. Bei Antritt hatte sie ja gesagt: „Ich bin offen und dankbar für Anregungen und Ideen, wie man den Klimaschutz in Selm nach vorne bringen kann.“ Über die Klimatreff-Gruppe und den Plan, einen neuen Klimatreffpunkt auf der Wiese an der Römerstraße einzurichten, sagt sie gegenüber der Redaktion: „Eine solche Gruppe ist wichtig, weil sie auch die Nähe zu den Bürgern sucht. Klimaschutz hat ja auch nicht nur etwas mit der Stadt zu tun, sondern insbesondere mit den Bürgern.“

Der Klimatreff dürfte sie beim Wort nehmen. Aber auch die Politik in die Pflicht nehmen: „Wir haben ja im Klimaschutz- und Anpassungskonzept einen politischen Beirat, den Klimabeirat, installiert“, sagt Dr. Hubert Seier, UWG-Ratsvertreter und Klimatreff-Mitglied. „Politik muss immer Bindeglied sein, aber wir brauchen die Stadt, um Maßnahmen umzusetzen.“ Und der Klimatreff wolle sichtbar sein und Druck auf die Entscheidungsträger der Stadt ausüben. Auch, was die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen betreffe, die das vom Rat beschlossene Klimaschutz- und Anpassungskonzept der Politik auferlegt habe. Es gehe auch darum, viele kleine Maßnahmen umzusetzen. Wie zum Beispiel den Klimatreffpunkt an der Römerstraße.

Über den Autor
Redaktion Selm
Ich finde meine Themen auf der Straße und bin deshalb gerne unterwegs.
Zur Autorenseite
Arndt Brede

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.