Klamotten liegen überall auf dem Weg: Ärger über geplünderte Altkleidercontainer

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Immer wieder würden Altkleider auf dem Beifanger Weg liegen, sagt eine Anwohnerin. Eine Mitarbeiterin des zuständigen Unternehmens GWA hat eine Vermutung, wie es zu den Plünderungen kommt.

Selm

, 05.09.2019, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bedienung eines Altkleidercontainers ist auf den ersten Blick eine einfache Sache. Wer alte Kleidungsstücke oder Schuhe, die noch in einem guten Zustand sind, loswerden möchte, kann diese in die Container schmeißen. Die Firma, der diese gehören, leert sie dann und gibt sie weiter. Doch es gibt auch diejenigen, die die Sammelbehälter als kostenlosen Flohmarkt betrachten.

Insgesamt gibt es in Selm Altkleidercontainer an 14 Standorten, sechs weitere gibt es zudem noch in Bork. Zwei Selmer Container stehen am Beifanger Weg, wenige Meter von einem Spielplatz entfernt. Und diese beiden Container ärgern Anwohnerin Ingrid Schulz schon seit Längerem. Denn immer wieder komme es vor, dass sich irgendwelche Privatpersonen an den Containern bedienen und zudem auch noch ein ziemliches Chaos hinterlassen.

Container sollen eigentlich regelmäßig geleert werden

„Das geht mir wirklich auf den Keks“, sagt sie und zeigt dabei auf Fotos von dem mit Altkleidern übersäten Weg. Einige der Bilder sind schon mehrere Monate alt. Das Problem gebe es nicht erst seit kurzer Zeit, erklärt sie. Der erste Container sei schon vor mehr als einem Jahr dort hingestellt worden. „Ich hab versucht, dagegen vorzugehen“, erinnert sie sich.

Klamotten liegen überall auf dem Weg: Ärger über geplünderte Altkleidercontainer

Nicht nur Schuhe und Altkleider liegen neben den Containern. © Pascal Albert

Im Normalfall werde einmal pro Woche jeder Container geleert, erklärt Melek Tirink von der GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH. Doch vor allem in den letzten Wochen sei es immer wieder zu personellen Engpässen gekommen, wodurch manche Container nicht immer regelmäßig geleert werden konnten. Ein länger unberührter Altkleidercontainer sei dann für einige Personen besonders verlockend.

„Die Leute sehen dann die Säcke und nehmen sich einfach was daraus“

Denn viele würden ihre mit Kleidung gefüllten Säcke einfach neben den Container legen, wenn dieser bereits voll ist. „Die Leute sehen dann die Säcke und nehmen sich einfach was daraus“, sagt Tirink. Das sei vermutlich auch der Grund, warum immer wieder mal die Container am Beifanger Weg geplündert werden würden.

Für Ingrid Schulz passen solche Altkleidercontainer generell nicht in die Gegend. Vielmehr sollten die Behälter „dahin, wo sie hingehören“. Damit meint sie beispielsweise den Parkplatz der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die gehört zu den Vereinen, mit denen die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna (GWA) kooperiert.

Mit der GWA habe sie sich auch schon mal in Verbindung gesetzt, erzählt sie. Doch statt den einen Container zu entfernen, kam vor wenigen Wochen noch ein zweiter hinzu. Die Nachfrage scheint groß zu sein. Ein Mitarbeiter der GWA habe ihr schon früher einmal am Telefon erklärt, „dass es hier gut frequentiert wird“.

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