Im mittleren Verteilkasten an der Funnenkampstraße hat eine Maus Glasfaser-Kabel angefressen und dadurch Internetausfälle verursacht. Reparaturarbeiten laufen laut Telekom. © Arndt Brede
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Internetausfall in Selm: Mäusebiss hat maximalen Schaden verursacht

Internetausfälle kommen nie zu einer günstigen Zeit. Was aber derzeit an Ausfällen in Teilen der Selmer Altstadt zu verzeichnen ist, kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Seit Montagmorgen, 8. Februar, 6.30 Uhr funktioniert bei 120 Telekom- und einigen Vodafone-Kunden rund um die Funnenkampstraße das Internet nicht. Eine Maus hatte in einem Multifunktionsgehäuse (MFG), kurz Verteilkasten genannt, Glasfaser-Kabel durchgebissen und die Störung verursacht. Betroffene können seitdem nicht im Homeoffice arbeiten, am digitalen Homeschooling im Distanzschulunterricht teilnehmen oder sich im Internet über aktuelles Wettergeschehen informieren. Das ist aber noch nicht alles, was durch die Mäusebisse an Unwägbarkeiten zum Vorschein kommt.

Das Rewe-Geschäft und die Lidl-Filiale an der Ludgeristraße am Dienstagabend, 9. Februar: Kunden kaufen ein und wollen zahlen. Kartenzahlung geht im Rewe-Geschäft nicht. Und wer beim Lidl Bargeld abheben möchte – ähnlich dem Geldabheben bei Sparkasse und Volksbank -, kann das nicht tun. Die Telekom bestätigt auf Anfrage der Redaktion, dass auch diese technischen Probleme in den Geschäften auf die Mäusebisse an den Glasfaser-Kabeln im Verteilkasten an der Funnenkampstraße – rund 200 Meter von den Geschäften entfernt – zurückzuführen sind. „Die Unternehmen werden auch über das MFG versorgt“, sagt Telekom-Sprecher Dirk Becker.

Seit Montagmorgen sind 120 Kunden der Telekom und von Vodafone vom Internet abgeschnitten.
Seit Montagmorgen sind 120 Kunden der Telekom und von Vodafone vom Internet abgeschnitten. © Arndt Brede © Arndt Brede

Das klingt ja schon mal nach einem größeren Schaden für die Betroffenen. Hätte durch die Maus auch noch viel größerer Schaden entstehen können? Der Telekom-Sprecher antwortet darauf: „Über das MFG werden rund 120 Kunden – private und gewerbliche – versorgt. Diese sind offline. Die Maus hat also so gesehen den maximalen Schaden verursacht. Weitere Kabel, MFGs oder Infrastruktur kann sie nicht zerstören.“ Die Bandbreite dessen, was grundsätzlich theoretisch an Störungen passieren kann, skizziert Dirk Becker so: Es gebe Störungen, „die einen einzelnen Anschluss betreffen bis hin zu Störungen, von denen sogar mehrere zehntausend Kunden betroffen sind.“

Reparaturarbeiten laufen

Seit Mittwochmorgen, 10. Februar, laufen laut Telekom die Reparaturarbeiten am Verteilkasten an der Funnenkampstraße. Dirk Becker zeigt sich zuversichtlich, „dass wir diese in den nächsten Stunden erfolgreich abschließen und die Kunden wieder ans Netz bringen“.

Für den Fall, dass es wieder einmal Internetausfälle gibt, hat der Telekom-Sprecher ein paar Tipps:

„Damit die Kunden weiter erreichbar sind, können diese bei unserem Kundenservice eine kostenlose Rufumleitung auf ihre Mobilfunkgeräte beantragen. Der Service ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 330 1000 erreichbar. Sollte die Wartezeit zu hoch sein, können die Kunden auch einen Rückrufservice vereinbaren. Dieser wird beim Anruf im Sprachmenü automatisch angeboten. Die Kunden können das auch selbst machen: http://www.telekom.de/kundencenter.“ Ebenso können Kunden über ihre Mobilfunkgeräte/Mobile Hotspots eine Verbindung zum Internet herstellen. Selbst Faxe können direkt auf E-Mail-Adressen weitergeleitet werden. Individuelle Lösungen sollten die Kunden direkt mit dem Telekom-Kundenservice besprechen.

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Arndt Brede

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