Inga Ragutt nach dem Endspiel auf dem Heimweg

Deaflympics

Die gebürtige Selmerin Inga Ragutt wurde für die Nationalmannschaft der Gehörlosen-Volleyballer nominiert. Gemeinsam mit ihrem Team hat die 28-jährige Studentin an den Deaflympics, den Olympischen Spielen der Gehörlosen, in Bulgarien teilgenommen. Einen letzten Bericht schrieb sie auf dem Heimweg.

SELM

06.08.2013, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trikottausch: Inga Ragutt erhält ein Poloshirt der mexikanischen Nationalmannschaft.

Trikottausch: Inga Ragutt erhält ein Poloshirt der mexikanischen Nationalmannschaft.

Das Finalspiel war etwas anders als erwartet. Ukraine spielte von Anfang an sehr konsequent und die Japanerinnen hatten wohl nicht ihren besten Tag. In allen drei Sätzen konnten sich die Ukrainerinnen klar durchsetzen, so dass das Spiel schnell 3:0 endete und neuer und alter Deaflympicssieger Ukraine war. Ein würdiger Sieger. Anschließend wurde noch das Herrenfinale ausgetragen. Auch hier trat Ukraine an setzte sich 3:1 gegen Russland durch.  Am Sonntag war dann die Abschlussfeier. Um 17.30 Uhr wurden alle Sportler vom Hotel abgeholt und wir fuhren mit Bussen zum Vasil Levski Stadion. Dort angekommen versammelten sich alle Sportler vor den Eingangstoren. Es war ein buntes Treiben wie bei der Eröffnungsfeier. Man machte mit anderen Sportler Fotos oder versuchte sich mit Gebärden zu unterhalten.

Dann ging es los: Die Nationen zogen ins Stadion. Land für Land gingen wir gemeinsam eine Runde und versammelten uns auf der Wiese in der Mitte des Stadions. Es gab noch ein paar Reden bevor schließlich das Feuer erlosch. Die Deaflympics waren nun offiziell beendet und ein Feuerwerk begann. Ich möchte euch noch von einer Besonderheit bei den Deaflympics erzählen. Es ist Tradition, dass man bei der Abschlussfeier Sportkleidung mit Sportlern anderer Nationen tauscht. So habe ich zwei meiner Poloshirts getauscht und besitze nun ein mexikanisches Trikot der Volleyballmannschaft und ein Poloshirt der russischen Nationalmannschaft. Eine tolle Geste, die mir signalisiert, dass Sport Menschen verbindet, egal welcher Herkunft."

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