Dass die Arbeiten am "Café Bück dich" in Cappenberg voranschreiten, ist deutlich erkennbar. © Günther Goldstein
Restaurierung

Hausumbau in Cappenberg: Das „Café Bück‘ Dich“ schwebt regelrecht

Die Bauarbeiten am sogenannten „Café Bück‘ Dich“ in Cappenberg laufen wieder. Das kleine Fachwerkhaus hat nicht nur einen interessanten Namen, sondern auch eine interessante Geschichte.

Fast sieht es so aus, als würde das kleine Fachwerkhaus in Cappenberg an der Freiherr-vom-Stein-Straße schweben: In sehr aufwendiger Prozedur wird das Häuschen, in dem vor fast 100 Jahren das „Café Bück‘ dich“ oder „Kaffee König“ untergebracht war, gerade renoviert.

Nach einem Baustopp von zehn Monaten laufen die Arbeiten seit August dieses Jahres wieder – und es geht in großen Schritten voran, wie man von der Straße aus schon deutlich sieht. Petra Nordt organisiert den Umbau des Hauses, das zuletzt von ihren Eltern bewohnt wurde und bei der Stadt Selm unter Bestandsschutz steht. Sie hat es sich gemeinsam mit ihrer Tochter zur Aufgabe gemacht, das kleine quadratische Haus wieder herzurichten. „Was ich auf keinen Fall will, ist dieses Haus abzureißen oder zu verkaufen“, hatte sie im August 2019 im Gespräch mit der Redaktion gesagt.

Das Fachwerk gehört vielleicht zu den ältesten erhaltenen im Ortsteil Cappenberg.
Das Fachwerk gehört vielleicht zu den ältesten erhaltenen im Ortsteil Cappenberg. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Stattdessen wird das Haus gerade aufwendig saniert. Das Haus ist geschichtsträchtig für den Ortsteil Cappenberg, gehört vielleicht sogar zu den ältesten Fachwerkhäusern im Ort. Von innen gesehen haben das „Café Bück‘ Dich“ aber wahrscheinlich nur noch sehr wenige noch lebende Cappenberger: Die Kaffeewirtschaft wurde dort in den 1920er-Jahren betrieben. Der Name des Hauses, der bis heute haften geblieben ist, hat mit der geringen Deckenhöhe des Hauses zu tun – zum Eintreten musste man sich bücken.

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