Handelsrichter: Ein Ehrenamt, das Spaß macht

SELM Bereits zum dritten Mal sind Karl-Heinz Bohle und Klaus Mennes nun zu Handelsrichtern ernannt worden. "Das ist eine rein ehrenamtliche Tätigkeit", so Karl-Heinz Bohle. Obwohl die beiden Selmer ihre Fahrtkosten zum Landgericht nach Dortmund nicht erstattet bekommen, haben sie sich trotzdem für das Ehrenamt entschieden.

von Von Malte Woesmann

, 13.07.2008, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klaus Mennes (l.) und Karl-Heinz Bohle wurden zm dritten Mal zu Handelsrichtern bestellt.

Klaus Mennes (l.) und Karl-Heinz Bohle wurden zm dritten Mal zu Handelsrichtern bestellt.

"Die Arbeit macht aber auch viel zu viel Spaß", sieht Bohle die positiven Seiten des Jobs. "Hier kann man viel erleben!" Groß ist das Spektrum der Verhandlungen, die die Selmer bei ihren Fällen erleben.

Immer natürlich mit einem wirtschaftlichen Einschlag. "Da kann es aber auch mal um Erbstreitigkeiten gehen", erklärt Mennes.

Zwei ehrenamtliche Handelsrichter sitzen dann neben dem hauptamtlichen Richter. "Und wir können ihn sogar überstimmen", sagt Bohle. Anders als bei Schöffen, haben die ehrenamtlichen Handelsrichter so mehr Befugnisse.

Vier bis fünf Verhandlungen haben Bohle und Mennes pro Jahr, die nächsten Fälle stehen im September an. "Nach der dritten Amtsperiode ist Schluss", betont Bohle. 2013, wenn die Periode zu Ende geht, sind beide dann zu alt, um erneut zu kandidieren. "Mit 70 geht das nicht mehr", sagt Mennes.

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