Keine Rennen 2020, keine Rennen 2021: Frühzeitig hat der Ausrichter, der RSC Werne, das beliebte Radrennen gecancelt. © Greis
Coronavirus

Großveranstaltung ist abgesagt: Werner Radrennen fällt coronabedingt schon wieder aus

Zum zweiten Mal in Folge hat der RSC Werne sein beliebtes Rundrennen Anfang Mai abgesagt. Die Verantwortlichen ziehen damit die Konsequenz aus den steigenden Corona-Zahlen.

Die Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen steigen weiter. Der Inzidenzwert lag am Donnerstag bereits bei 92, Tendenz steigend. Statt weiterer Lockerungen befürchten viele einen weiteren Lockdown. Der RSC Werne zog jetzt die Konsequenzen daraus – und sagte zum zweiten Mal in Folge aufgrund der Pandemie seine beliebte Großveranstaltung ab.

Der Radsport-Club Werne (RSC) hat sich dazu entschlossen, den Poco-Cup am 2. Mai abzublasen. Das Rennen, bei dem gleichzeitig auch die Landesverbandsmeisterschaften im Straßenradrennen ausgetragen werden, war eigentlich schon beim Bund deutscher Radfahrer angemeldet und zieht jedes Jahr mehrere Hundert Lizenz-Fahrer an.

„Es ist schlicht nicht vernünftig“

In einer Pressemitteilung begründete der RSC die Entscheidung: „Der RSC-Vorstand hält es für fraglich, eine solche Veranstaltung in der aktuellen Corona-Lageentwicklung auszutragen. Die Zahlen steigen aktuell wieder und der Trend soll sich bis Ostern und darüber hinaus fortsetzen. Unter diesen Bedingungen ist es schlicht nicht vernünftig und verantwortungsbewusst, ein Radrennen zu veranstalten (…).“

Auch bei der Stadt sei der Termin schon angemerkt worden. Dennoch habe laut dem Vorsitzenden Frank Volmerg noch nicht festgestanden, ob unter der momentanen Corona-Schutzverordnung eine solche Großveranstaltung überhaupt genehmigt worden wäre: „Und wenn, dann wäre das mit vielen Auflagen verbunden. Das macht keinen Sinn und ist auch unverantwortlich, unserer Meinung nach“, so Volmerg.

Für das Hygienekonzept hätte es neben räumlichen Abgrenzungen auch eine Rückverfolgungsliste geben müssen. Außerdem hätten die sonst so beliebten Rennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Da der Poco-Cup in diesem Jahr in Verbindung mit den Landesverbandsmeisterschaften stattfinden sollte, musste der Termin auf Anfang Mai gelegt werden. Ausgeschrieben wurde das Rennen noch nicht, weswegen auch noch keinen Fahrern abgesagt werden musste.

Austragung in der zweiten Jahreshälfte?

Gänzlich aufgegeben hat der RSC die Planung für den Poco-Cup aber noch nicht. Stattdessen steht Volmerg im Kontakt mit dem Landesverband wegen einer möglichen Austragung in der zweiten Jahreshälfte. „Dazu müssen wir aber mehrere Parteien ins Boot holen, zumal im Herbst parallel schon Veranstaltungen stattfinden“, erklärt der RSC-Vorsitzende.

Woanders hin vergeben würden die Landesverbandsmeisterschaften aber nicht, versichert Volmerg. Mit der Aufstockung zu dieser Meisterschaft kann der RSC Rennen mit höheren Anforderungen anbieten – ein attraktives Unterfangen: „Die Rennen müssen schwerer und selektiver sein“, erklärt Volmerg. Das zöge aber auch den Tagesplan etwas in die Länge.

Noch nicht abgesagt wurde hingegen die Radtouristik Anfang Juni. Das wolle sich der RSC noch offenlassen: „Wir wollen hier auf die aktuelle Situation reagieren und dann sehen, ob es Sinn macht.“ Auch bei der RTF wäre es sonst das zweite Mal in Folge, dass die Fahrt abgesagt würde.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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