Der Fußballkäfig in Bork soll noch in den Sommerferien saniert werden. © Jürgen Weitzel
Meinung

Geschlossener Fußballkäfig: Selm verpennt Wertschätzung für Jugendliche

Nach vier Monaten saniert die Stadt Selm den Fußballkäfig in Bork. Das hätte schneller gehen müssen, findet unser Autor. Denn die Hochsaison der Bolzplätze ist bald vorbei.

Vier Monate hat es gedauert, bis die Sanierung des Borker Fußballkäfigs beginnt. Noch in den Sommerferien soll die Umgestaltung starten – wenn denn der Kunstrasen angekommen ist. Das hätte die Stadt eher in Angriff nehmen müssen. Denn die großen Ferien haben bald Halbzeit. Grade in dieser Zeit sind die Fußball- und Bolzplätze am stärksten frequentiert. Schließlich haben Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene zwischen den Schuljahren am meisten Zeit.

Dass sich Bürgermeister Thomas Orlowski jetzt freut, einen wichtigen Freizeittreffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene erhalten zu haben, ist daher eher unpassend. Denn was nützt ein frisch sanierter Treffpunkt, wenn der Zielgruppe nur noch wenig Freizeit zur Verfügung steht?

Olfener Steversportpark ist keine Alternative

Fußballbegeisterten blieb bislang kaum eine andere Wahl, als auf der Straße zu kicken. Denn die Ausweichmöglichkeit im Olfener Steversportpark ist keine Alternative zu einem Bolzplatz vor der Haustür. Schließlich liegen zwischen den beiden Fußballkäfigen fast zwölf Kilometer und damit knapp 20 Auto- oder 40 Fahrradminuten. Das ist eine weite Strecke für einen Ferienkick.

Die Stadt Selm hat es verpasst, ihre Wertschätzung gegenüber Kindern und Jugendlichen zu zeigen. Denn davon haben sie während der Corona-Pandemie zu wenig bekommen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.