Geschichte auf vier Rädern

SELM Oldtimer-Fans säumten die Straßen, auf dem Willy-Brandt-Platz glich die Atmosphäre einem Volksfest. Die 2. ADAC Oldtimer Classic des MSC Bork war ein voller Erfolg und lockte zahlreiche Zuschauer an die Strecke.

von Von Malte Bock

, 27.07.2008, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur eines von 110 historischen Fahrzeugen, die an der Oldtimer Classic teilnahmen: Ein Mercedes-Benz 190 SL, Baujahr1957.

Nur eines von 110 historischen Fahrzeugen, die an der Oldtimer Classic teilnahmen: Ein Mercedes-Benz 190 SL, Baujahr1957.

Mit einem Ford 68, Baujahr 1930, nahmen beispielsweise Stephan Kämpchen und Ines Bagarotto an der Rallye teil. Aus dem gleichen Jahr stammte ein Chevrolet X Bad. Begeistert wurde auch dem Fahrer eines Jaguar MK V (Baujahr 1950) zugejubelt. Prominenter Vorbesitzer dieses Automobils: John D. Rockefeller. Zudem hatte der amerikanische Präsident Harry S. Truman darin an einer Parade teilgenommen. „Das ist Luxus auf vier Rädern“, kommentierte Arnulf Peters. Weitere Raritäten waren ein Lancia Fulvia Sport Zagato, Baujahr 1967, sowie ein Riley Sport (Baujahr 1939), von Arnulf Peters als „Rennmaschine“ bezeichnet, oder ein Berkeley T 60/ 4, Baujahr 1959. Von diesem Modell existieren weltweit nur 48 Exemplare. Die Ausfahrt führte die Fahrer über Cappenberg, Werne, Herbern, Lüdinghausen, Südkirchen und Bork zurück vor das Selmer Bürgerhaus. „Eine der schönsten Strecken, die wir bisher erlebt haben“, lobte Gabriele Wenge aus Lünen, die an der Seite ihres Mannes Detlef in einem Mercedes 190 SL Platz genommen hatte.

Doch konnten die Fahrer nicht nur die Schönheit der Region genießen, sie mussten sich auch kniffligen Sonderprüfungen stellen. In Cappenberg am Brauereiknapp galt es, eine 666 Meter lange Strecke in einer Minute zurückzulegen. Zeitabweichungen wurden als Minuspunkte gewertet. Die Zuschauer an der Strecke konnten sich einem süffigen „Cappenberger Gold“ widmen, das die „Biermacher“, Gerd Ruhmann und Markus Höltken, auf Einladung des TC Cappenberg extra für diesen Tag gebraut hatten.

Leide war der Brauereiknapp für Dietmar Alfke aus Iserlohn bereits Endstation. Sein Rolls Royce (Baujahr 1933) „erlag“ einer defekten Zylinderkopfdichtung. Alle weiteren Fahrzeuge kamen ohne Probleme ins Ziel. So bestand die Südkirchenerin Anja Frerich ihre Feuertaufe: Die erste Rallye mit ihrem VW Käfer, Baujahr 1968, war geglückt. „Es hat richtig Spaß gemacht“, erzählte auch Armin Folle, der als Beifahrer in einem Triumph TR 6 unterwegs war. Voll des Lobes äußerte sich Ralf Mersmann aus Münster. Er hatte mit seinem VW Karmann Ghia bereits an der Premiere der Rallye im letzten Jahr teilgenommen. „Eine super Atmosphäre. Weiter so.“ 

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