Freibad Selm: Corona-Regeln und wechselhafter Sommer bereiten Probleme

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Erst die Corona-Auflagen, dann der durchwachsene Sommer - das Selmer Freibad hat es in diesem Jahr nicht leicht. Die kommenden Tage könnten allerdings einen kleinen Schub bringen.

Selm

, 01.08.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es könnte gerade besser laufen für das Selmer Bürgerfreibad. So könnte man den bisherigen Verlauf der Saison 2020 einigermaßen treffend zusammenfassen. Schuld daran sind hauptsächlich zwei Faktoren: zum einen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und zum anderen das Wetter.

„Der Juli lief eher schlecht“, sagt auf Anfrage der Redaktion Markus Jungeilges, Geschäftsführer der Bürgerfreibad Selm gGmbH. Nicht Fisch nicht Fleisch - nicht ganz kalt, aber auch nicht warm genug für einen Freibadbesuch sei das Wetter in den vergangenen Wochen gewesen, erklärt Jungeliges. „Die Freibadbesucher brauchen es wärmer“, macht er deutlich. Wie warm? Am besten sei natürlich ein Sommertag mit viel Sonne und Temperaturen, die an der 30-Grad-Celsius-Marke kratzen.

Davon war - vor allem im Juli - eigentlich keine Spur in Selm. Im Juni hingegen habe es einige Tage gegeben, die warm genug waren, dass mehr Menschen Lust auf einen Freibad-Besuch hatten, so Jungeilges. Genaue Besucherzahlen kann er für die laufende Saison zwar noch nicht nennen, an der durch die Corona-Regeln bedingte maximale Besucherzahl habe das Bad bislang jedenfalls noch nicht gekratzt.

„Die Freibadbesucher brauchen es wärmer.“
Markus Jungeilges

780 Besucher maximal dürfen sich gleichzeitig auf dem Freibadgelände aufhalten, was einer Fläche von sieben Quadratmetern pro Person entspricht. Seit das Freibad am 20. Mai für diese Saison geöffnet hat, gelten strikte Regeln, was neben der Besucheranzahl auch die Hygiene-Vorkehrungen, regelmäßige Reinigung und den Abstand der Menschen im Freibad zueinander betrifft.

Wer das Freibad besucht, muss sich am Eingang registrieren. Das Freibad weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass es dazu gesetzlich verpflichtet ist. Die Registrierung läuft über eine Kundenkarte. „Man muss sich bei uns vorher nicht online anmelden“, macht Markus Jungeilges hingegen deutlich. Die Daten, die das Freibad von den Besuchern erhebt, würden nach vier Wochen wieder vernichtet, erklärt er weiter.

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Und wie geht es mit der Saison 2020 weiter? Gezeigt habe sich, dass die Früh- und Spätschwimmer dem Freibad auch in diesem Jahr standhaft die Treue halten. Mit Blick auf das anstehende Hitze-Wochenende sagt der Geschäftsführer: „Wir freuen uns, dass das Wetter jetzt endlich so ist, wie es sich für einen Sommer gehört.“ Jedenfalls für einen Freibad-Sommer.

Markus Jungeilges hofft jetzt darauf, dass auch wieder mehr Familien ins Bad kommen. Waren zum Saisonauftakt Ende Mai noch einige Teile des Bads, zum Beispiel die Rutschen und das Nichtschwimmerbecken, geschlossen, so können mittlerweile alle Bereiche wieder genutzt werden.

Ein Blick auf die Wetteraussichten könnte vorsichtigen Optimismus zulassen, was die Besucherzahlen des Freibads angeht. 30 Grad werden es zwar nicht, aber Temperaturen bis 26 Grad sind möglich. Allerdings bei bewölktem Himmel.

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