Feuerwehr lernt alles über Kettensägen und Co.

SELM Wie wichtig Schnittschutzkleidung ist, demonstriert Mario Westhuber eindrucksvoll an einem Modell. Er setzt die Motorsäge an. Sekunden später wird sie gestoppt. Lange Fäden aus der Fütterung haben sich komplett um die Kette der Säge gewickelt.

von Von Antje Flips

, 08.07.2008, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mario Westhuber erklärt den Trennschleifer TS410.

Mario Westhuber erklärt den Trennschleifer TS410.

Die Führungsschiene und Kette müssen komplett auseinander genommen werden. Die langen Kunststofffasern werden entfernt. Mario Westhuber von der Firma Stihl führt im Auftrag der Firma Agravis Technik Münsterland GmbH, Olfen, bei der Freiwilligen Feuerwehr Selm eine Produktschulung zum Thema Kettensägen durch.

Neue Produkte

Vielerorts gehören Produkte der Firma Stihl zur Ausstattung der Feuerwehren. „Als Fachhandel informieren wir unsere Kunden über neue Produkte, Produktänderungen und führen Schulungen durch“, erklärte Dieter Ressemann von Agravis. Angehörige der Feuerwehren Selm, Bork, Cappenberg und Olfen nehmen teil.

Vor dem praktischen Teil erfolgt die Theorie mit Informationen über die Geräte, geeignetes Öl, optimalen Kraftstoff und Ketten mit höchsten Wirkungsgraden sowie Schutzkleidung. Sowohl Handschuhe als auch Kleidung mit Schnittschutzvorrichtung, mit zwei oder neun Lagen, sind unentbehrlich.

Doch das Material hält nicht ewig. Westhuber weist deutlich auf die regelmäßige Erneuerung hin: „Auch bei Nichtgebrauch ermüdet das Material“. Durch Lagerung, Gebrauch und häufiges Waschen soll bei den Feuerwehren diese Schutzkleidung nicht länger als fünf Jahre benutzt werden.

Weitere Geräte

Die Wirkung der Stihl-Rettungssäge demonstriert Westhuber an verschiedenen Materialien. Mit Leichtigkeit durchtrennt die Rettungssäge Baustoffe, Panzerglas, Glas und Bitumen. Ein mit Nägeln und Schrauben durchsetzter Balken ist auch kein Problem. Noch weitere Geräte, wie ein Trennschleifer werden vorgestellt. 

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