Ferienbetreuung in Selm Corona-Regeln trüben den Spielspaß nicht

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„Grünes Spielmobil- auf in das Naturabenteuer“ ist das Motto der Ferienbetreuung Spielmobil, die zurzeit unter Coronaregeln stattfindet. Die Kinder fühlen sich aber nicht dadurch eingeschränkt.

Selm

, 22.07.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Schulkinder in Selm sind diese Sommerferien sehr besonders: Wegen der Corona-Pandemie fallen die Stadtranderholungen und andere Fahrten dieses Jahr aus. Doch das Spielmobil bietet den Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren vom 20. Juli bis zum 7. August von 8 bis 16 Uhr ein umfangreiches Angebot an Aktionen und Ausflügen.

Größere Anfrage der Eltern

Der Jugendbeauftragte der Stadt Selm, Benedikt Dorth, organisiert zusammen mit Luisa Seier und ihrem Team vom Spielmobil sowie mit Lothar Kirchner vom Verein Ganz Selm das Programm des Spielmobils. Dieses Jahr bedeutete dies jedoch mehr Arbeit als sonst. „Die Nachfrage der Eltern für einen Betreuungsplatz beim Spielmobil ist während dieser Zeit sogar gestiegen. Alle anderen Fahrten fallen ja aus“, so Dorth.

Jedoch muss sich auch das Spielmobil an das Hygienekonzept halten.

„Wir haben die Kinder im Voraus in Bezugsgruppen eingeteilt“, sagt Luisa Seier. „125 Kinder haben sich dieses Jahr angemeldet, 100 davon dürfen pro Tag betreut werden. In jeder Gruppe sind maximal zehn Kinder mit einem oder zwei Gruppenleitern. Jede Gruppe hat ihren eigenen Raum in der Overbergschule oder im Sunshine und auch einen Plan an Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Schnitzeljagd oder töpfern“.

Dabei sei wichtig zu beachten, dass die Gruppen nicht durchmischt werden und auch keines der Kinder die Gruppen tausche. Gegessen werde auch nur in den jeweiligen Gruppen. Des Weiteren sei der Schulhof in Zonen eingeteilt worden, damit die Kinder innerhalb ihrer Gruppe spielen könnten.

Ein weiterer Aspekt sei die Anzahl der Betreuer und Betreuerinnen. Diese musste auf insgesamt 25 Personen erhöht werden. „Dadurch entstehen für uns als Team höhere Kosten zum Beispiel durch Desinfektionsmittel bei weniger Einnahmen. Der Betrag für die Eltern hat sich nämlich durch Corona nicht geändert“, so Dorth.

Eingeschränktes Betreuungskonzept bietet auch Vorteile

Lothar Kirchner von Ganz Selm e.V. sieht einen Sinn in den Ferienbetreuungen, dass sich zum Beispiel die Vorschulkinder besser kennenlernen könnten einander in der Schule kennen würden. „Durch die Bezugsgruppen fällt das natürlich weg, da die Kinder ja nur in der gleichen Gruppe sind. Durch die kleinen Gruppen können die Kinder aber besser betreut werden, auch wenn sie nicht flexibel wählen können, was für Aktionen sie machen wollen.“

Viel Arbeit für das Team

Benedikt Dorth betont, dass als Erstes die Frage im Raum stand ob das Spielmobil überhaupt stattfinden kann. Letztendlich falle das Angebot an Aktionen und Ausflügen dieses Jahr sogar besonders groß aus. „Das Einzige, was wir dieses Jahr absagen mussten, war das Familienfest am Ende der Betreuung.

Für Lara, Lea, Mina und Mina (von links nach rechts) macht das diesjährige Programm des Spielmobils viel Spaß.

Für Lara, Lea, Mina und Mina (von links nach rechts) macht das diesjährige Programm des Spielmobils viel Spaß. © Sophie Godelmann

Außerdem fahren wir zum Beispiel in die Waldschule anstatt auf einen Bauernhof- natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften.“ Ansonsten könnten alle Ausflüge und Aktionen, wie zum Beispiel einen Besuch im Kettele Hof oder im Selmer Freibad, geplant stattfinden.

„Nur glückliche Kindergesichter“

Luisa Seier konnte in den ersten zwei Tagen beobachten, dass die Kinder keine Angst hätten sich zu infizieren und sehr viel Spaß hätten. „Bis jetzt habe ich nur glückliche Kindergesichter gesehen. Sie haben ja eine super Beschäftigung und sind froh, dass sie die Möglichkeit haben hier zu sein. Außerdem sind sie es ja schon gewohnt eine Maske zu tragen.“

Der 8-Jährige Noah nimmt bereits zum zweiten Mal beim Spielmobil teil und fühlt sich sicher. „Bis jetzt waren ich und meine Gruppe schon auf dem Spielplatz und auf der Skaterbahn. Das war voll cool.“, erzählt er begeistert. „Es macht genau so viel Spaß wie ohne Corona und ich finde die kleinen Gruppen auch besser, da es weniger Streit gibt.“

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