Erste Sturmbilanz der Feuerwehren in Selm, Olfen und Nordkirchen fällt positiv aus

Sturm „Sabine“

Sturm „Sabine“ fegte am Sonntag und Montag mit hohen Windgeschwindigkeiten über NRW hinweg. Die erste Sturmbilanz der Feuerwehren in Selm, Olfen und Nordkirchen fällt dennoch positiv aus.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 10.02.2020, 08:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erste Sturmbilanz der Feuerwehren in Selm, Olfen und Nordkirchen fällt positiv aus

Dieser umgestürzte Baum lag in Selm an einem Seitenweg der Funne. © Arndt Brede

Tobias Heitkamp, der Sprecher der Nordkirchener Feuerwehr, klingt ausgeschlafen, als er am Montagmorgen ans Telefon geht. Und so ist es auch: „Wir hatten keinen sturmbedingten Einsatz“, sagt Heitkamp.

Auch am Sonntag blieb es bei der Feuerwehr ruhig - keinen Einsatz gab es in der Schlossgemeinde. „Das ist schon beachtlich, wenn man bedenkt, mit welcher Gewalt der Sturm unterwegs war“, sagt Heitkamp. Die Gemeinde Nordkirchen teilt außerdem auf Anfrage mit, dass es keine Schäden an Gebäuden gibt.

DWD warnt weiterhin

Inzwischen hat der Deutsche Wetterdienst seine Warnung von der höchsten, auf die zweithöchste Stufe angepasst. Sie gilt für Sturmböen ab 65 Kilometer die Stunde. Die Warnung gilt noch bis Dienstag um 18 Uhr. Speziell warnt der DWD auch vor herunterfallenden Ästen und Gegenständen.

Auch in Olfen hat es in der Nacht keinen Einsatz gegeben, wie Karsten Nieländer von der Feuerwehr Olfen sagt. Am Sonntag habe es lediglich einen kleinen Einsatz gegeben, bei dem ein Baugerüst gesichert werden musste. Am Montagmorgen musste die Wehr auf die Kökelsumer Straße ausrücken, dort ist ein Baum umgefallen, der von der Feuerwehr zersägt und aus dem Weg geschafft wurde.

Die Polizei im Kreis Coesfeld vermeldet im Zeitraum von Sonntagmittag bis Montagmorgen insgesamt zu 23 Einsätzen, die auf das Konto von Sturmtief Sabine gingen. „Zum Glück blieb es ausschließlich bei Sachschäden und so waren es zumeist Baustellenasperrungen und Bäume, welche Verkehrsteilnehmern, den Weg bzw. die Straße versperrten“, teilt die Polizei dazu mit.

Im Kreis Unna wurden laut Sprecherin Constanze Rauert bis 10 Uhr am Montag kreisweit über 200 Einsätze gezählt. Die Zahl wird laut Kreisbrandmeister Thomas Heckmann nach Einlaufen weiterer Rückmeldungen aus den Städten und Gemeinden aber wohl noch steigen. Schwerpunkte der Einsätze waren (Stand 8 Uhr) Unna (7), Schwerte (25), Kamen und Lünen (jeweils 24 Einsätze).

Erste Sturmbilanz der Feuerwehren in Selm, Olfen und Nordkirchen fällt positiv aus

An der Kökelsumer Straße musste die Feuerwehr einen Baum zersägen © Thomas Aschwer

12 Einsätze in Selm

In Selm gab es dagegen insgesamt 12 Einsätze, wie Thomas Isermann von der Feuerwehr sagt. Die erste Alarmierung habe es um 16 Uhr am Sonntag gegeben, der letzte Einsatz sei um 00.15 Uhr am Montagmorgen abgeschlossen gewesen. Dabei habe es sich vor allen Dingen im Bereich Cappenberg und Bork um Einsätze gehandelt, bei denen Bäume von der Straße geholt werden mussten. „Wir haben die Bäume beseitigt und auch die Fahrbahn geräumt“, so Isermann. In zwei Fällen sei auch ein Auto vor einen Baum gefahren. Allerdings sei bei keinem der Einsätze ein Mensch verletzt worden.

Am Altenwohnheim St. Josef hatte zudem eine Brandmeldeanlage ausgelöst, ob dies im Zusammenhang mit dem Sturm stand, sei aber unklar, so Isermann. „Glücklicherweise ist es nicht so schlimm gekommen, wie angesagt“, zieht Isermann eine erste Bilanz. Jetzt könne es natürlich noch zu Folgeeinsätzen kommen, zum Beispiel durch herunterfallende Äste. Auch auf viele Äste, die auf der Straße liegen, müssten sich die Autofahrer jetzt wohl einstellen.

Die Bahn hat weiterhin den Fern- und Regionalverkehr in NRW eingestellt. Erst nach Sichtung der Schäden wird sie bekannt geben, wann der Zugverkehr wieder startet. In Selm, Olfen und Nordkirchen hatten sich die Städte, beziehungsweise die Gemeinde, am Wochenende dazu entschieden, den Schulunterricht für alle Schulen vorsorglich abzusagen.

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