Erneut Ausfälle im Telekom-Netz: Unmut der Selmer wächst

SELM Eine erneute Störung des Telefonnetzes der Deutschen Telekom hat am Mittwoch viele Einwohner der Kreisstraße und Umgebung verärgert. Zwischen 12 und 15.30 Uhr fielen mindestens 1000 über die Telekom laufenden Verbindungen aus, sodass weder Telefonanschlüsse noch computergesteuerte Kassen funktionierten.

von Von Stefan Richter

, 02.07.2008, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sowohl bei der Sparkasse als auch bei der Volksbank waren weder Geldautomaten noch sonstige Terminals und Rechner funktionstüchtig. Des weiteren fielen neben vielen Geschäften und Privathaushalten sowohl die Stadtbücherei als auch das Bürgerhaus und der städtische Baubetriebshof der Funktionsstörung zum Opfer.

Keine Lotto-Annahme

Besonders hart traf es Ilse Finger, Besitzerin einer Lottoannahmestelle auf der Kreisstraße. „Hier geht gar nichts mehr, ich musste heute schon über 50 Kunden wegschicken, weil der Lottocomputer nicht funktioniert“, erklärte Ilse Finger im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihr Schaden durch die Störung ist beträchtlich. „Besonders heute, da die Menschen ihre Monatsscheine abgeben wollen, ist der Ausfall besonders schlimm“, sagt die Geschäftsfrau. Auch Conny Erdmann, Inhaberin des Sonnenstudios Sonnenparadies, hat unter finanziellen Einbußen zu leiden. „Ich kann keine Termine von Kunden annehmen, da mich niemand erreichen kann“, so Conny Erdmann.

Unmut der Bürger wächst

Der erneute Ausfall und die damit verbundenen Konsequenzen lassen den Unmut der Selmer Bürger wachsen. Erst letzte Woche Montag und Dienstag waren viele Anwohner in Selm gezwungen worden, auf das Telefonieren oder das Zahlen mit Karte oder den Kontoauszug zu verzichten. Wie vor einer Woche waren auch gestern wieder rund 1000 Anschlüsse betroffen, wie Telekom-Sprecher Andreas Fuchs erklärte. Und wieder soll es sich um den Ausfall einer zentralen elektronischen Baugruppe gehandelt haben, so Fuchs: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Reparatur des Schadens.“ Wann die Leitungen wieder funktionieren sollten, konnte der Telekomsprecher allerdings nicht sagen. 

Lesen Sie jetzt