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Coronavirus

DRK unterstützt bei Schnelltests: „Aus eigenen Kräften nicht zu schaffen“

NRWs Gesundheitsminister Laumann hat den Pflegeheimen Unterstützung von Hilfsorganisationen bei Corona-Schnelltests zugesagt. Auch Helfer des DRKs in Selm sind im Einsatz - und sie werden gebraucht.

Schnelltests sind seit dem Herbst ein weiteres Mittel, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der Bund stellt sie Pflegeheimen und Krankenhäusern zur Verfügung, damit Personal und Patienten regelmäßig getestet werden können.

Allerdings ist das auch eine weitere Arbeitsbelastung für die Einrichtungen. NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte deshalb für die Weihnachts- und Silvesterfeiertage Unterstützung durch die Hilfsorganisationen in NRW versprochen. Also dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst, dem Arbeiter-Samariter-Bund und der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Wenn man mit einem negativen Schnelltest zur Oma geht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man das Virus überträgt, nicht sehr groß“, hatte Laumann gesagt. Die Kosten übernimmt hier das Land.

DRK Selm ist in Werne unterwegs

Unter anderem aktiv sind auch verschiedene DRK-Ortsgruppen aus dem Kreis Unna. Die Ortsgruppe in Selm ist ebenfalls noch bis einschließlich zum zweiten Januar aktiv – allerdings nicht vor Ort, sondern in Werne. In Selm selbst hatten die Einrichtungen angegeben, dass sie selbst testen und keine zusätzliche Hilfe benötigen, oder die Einrichtungen sind wegen der Infektionslage für Besucher geschlossen.

In Werne konnte die Hilfe aber gut gebraucht werden, wie Daniel Krampe vom DRK in Selm auf Anfrage sagt. Konkret ist es so, dass Teams aus jeweils zwei ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bestehen, die pro Tag jeweils etwa vier Stunden in den Einrichtungen tätig sein sollen.

„Wir haben alleine am Sonntag 68 Testungen gemacht“, erzählt er. Worüber er sich besonders freut: „Alle Tests waren negativ.“ Dabei wurden nicht nur Besucher, sondern auch Heimbewohner getestet. Krampe sieht die gründliche Testung, wie sie in dem Seniorenheim in Werne durchgeführt wird, als sehr sinnvoll an. Die Bewohner würden alle drei Tage getestet, so könne man direkt reagieren und es sei dann gegebenenfalls nur eine Person infiziert und nicht gleich 20.

„Absolut nicht selbstverständlich“

Hinzu kommt: „Das Testen ist aus eigenen Kräften für die Seniorenheime nicht zu schaffen“, sagt Krampe, das liege schon daran, dass man die Tests nur mit einer entsprechenden medizinischen Vorbildung durchführen dürfe. Das Land habe sich bisher noch nicht geäußert, ob eine Verlängerung der Unterstützung über den 2. Januar hinaus angedacht ist, Krampe könnte es sich aber vorstellen.

Der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Unna, der ehemalige Landrat Michael Makiolla, dankte den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz über die Feiertage, „um anderen Menschen zu helfen und Pflegebedürftigen ein sicheres Weihnachtsfest im Kreise ihrer Liebsten zu ermöglichen. Es ist absolut nicht selbstverständlich, die persönliche Familienzeit zu opfern, um Mitmenschen eine Freude zu machen“, sagte Makiolla.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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